Peking/Hamburg - Mindestens ein Mann hat sich im Südwesten Chinas nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten selbst angezündet. Der Vorfall ereignete sich nahe des Klosters Kirti in der Provinz Sichuan, wie die Organisationen Free Tibet in London und die in den USA ansässige International Campaign for Tibet (ICT) am Freitag mitteilten. Sicherheitskräfte hätten die Flammen gelöscht und den Mann abtransportiert. Näheres über seinen Zustand sei nicht bekannt.
Eine weitere Person soll Free Tibet zufolge etwa zur selben Zeit nach einer Selbstentzündung in der Nähe des Klosters gestorben sein. Free Tibet meldete unter Berufung auf Augenzeugen, der Mann habe die Rückkehr des Dalai Lama, dem im Exil lebenden geistlichen Oberhaupt der Tibeter, gefordert. Eine ICT-Sprecherin erklärte, es gebe noch keine offizielle Bestätigung für den zweiten Vorfall.
Im vergangenen Jahr hatten sich mindestens zwölf buddhistische Mönche, Nonnen und frühere Mönche selbst in Brand gesteckt, von denen mindestens sieben dadurch ums Leben kamen. China hatte Tibet im Jahr 1951 besetzt und kontrolliert die autonome Region sowie die anliegenden Provinzen, in denen zahlreiche Tibeter leben, mit harter Hand.
cht/dapd/AFP
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