China Riesiges Mao-Denkmal zerstört

Das 36 Meter hohe Denkmal stand kurz vor der Vollendung: Eine riesige Mao-Statue im Osten Chinas ist zerstört worden - womöglich, weil es keine Baugenehmigung gab.

Mao-Statue im Osten Chinas: 36 Meter hoch und goldglänzend
REUTERS

Mao-Statue im Osten Chinas: 36 Meter hoch und goldglänzend


In einem Dorf im Osten Chinas ist eine riesige Statue des einstigen Kommunistenführers Mao Zedong zerstört worden. Das berichtete die Webseite der kommunistischen Partei am Freitag unter Berufung auf örtliche Behördenvertreter.

Das Denkmal in Zhushigang stand kurz vor der Vollendung, und der Grund für den Abbau der drei Millionen Yuan (rund 430.000 Euro) teuren Statue ist dem Bericht zufolge unklar. Das Portal zitierte aber zugleich Medienberichte, wonach das Denkmal ohne offizielle Genehmigung errichtet wurde.

Im Internet kursierten am Freitag Fotos der Statue mit geschwärztem Kopf und einem klaffenden Loch im Rücken. Ob die Fotos echt waren, ließ sich zunächst nicht überprüfen:

Der Bau des 36 Meter hohen, goldbemalten Denkmals in der zentralchinesischen Provinz Henan hatte diese Woche weltweit Schlagzeilen gemacht. "Bauern und örtliche Unternehmer haben das Bauwerk finanziert", teilte die staatliche Propaganda in China mit. Die Statue besteht aus Stahl und Beton und ist mit goldener Farbe überzogen.

Viele Chinesen verehren Mao bis heute als Gründer der Volksrepublik China. Seine Herrschaft wird aber auch kritisch gesehen, nach der offiziellen Parteilinie machte Mao Fehler. Die Reaktionen auf die Statue fielen sehr unterschiedlich aus. Kritiker machten darauf aufmerksam, dass Mao für die schwere Hungerkatastrophe Ende der Fünfziger verantwortlich war, an der Schätzungen zufolge 40 Millionen Menschen starben.

Das Zentrum der Hungerkatastrophe war ausgerechnet Henan.

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5  Bilder
Riesige Statue in China: Einfach goldig, dieser Mao

apr/AFP



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insgesamt 10 Beiträge
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recepcik 08.01.2016
1. Was nun
26 Meter oder 36 Meter ?!!
john rambo 08.01.2016
2. was soll diese irreführende Überschrift??
nicht zerstört sondern demontiert
ty coon 08.01.2016
3. China hat noch einen langen Weg vor sich
Das erschreckende an dieser Nachricht ist doch, daß dem Massenmörder Mao noch immer Denkmäler gesetzt werden.
bauausdo 08.01.2016
4. Nochmal hinschauen!
Und das Loch ist nicht im Rücken, sondern in der Brust. Und da keine Trümmer herumliegen, scheint es entweder planvoll auseinander genommenen worden zu sein - oder wir sehen eine frühe Bauphase, und die Bilder sind schlicht nicht chronologisch. Im Tweet steht sich nichts von Zerstörung.
dbrown 08.01.2016
5. Recht so.
Weg mit diesem Verbrecher
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