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Gemeinsame Militäraktion: China und Russland planen Manöver im Mittelmeer

China und Russland demonstrieren ihre Macht: Erstmals wollen beide Länder eine gemeinsame Militärübung im Mittelmeer abhalten.

Russisch-chinesisches Militärmanöver im südchinesischen Meer 2014 Zur Großansicht
REUTERS

Russisch-chinesisches Militärmanöver im südchinesischen Meer 2014

In unmittelbarer Nachbarschaft zu Europa wollen China und Russland ihre Stärke zeigen: Für Mitte Mai ist eine gemeinsame Militärübung im Mittelmeer geplant. Das Manöver beinhalte den Einsatz scharfer Munition, kündigte am Donnerstag ein Armeesprecher in Peking an. Er versicherte zugleich, "dass dieses gemeinsame Manöver nicht gegen eine dritte Partei gerichtet ist und nicht im Zusammenhang steht mit der regionalen Sicherheit".

Es ist das erste Mittelmeer-Manöver der beiden Länder, deren Beziehung in jüngster Zeit immer enger geworden ist. Laut den Angaben aus Peking sollen neun Schiffe beteiligt sein, drei davon kommen aus China. Ziel sei es, den Einsatz in "fernen Gewässern" zu proben. Der Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums sagte, mit dem Manöver sollte die friedliche Kooperation beider Länder gestärkt werden. Die Flotten beider Länder sollten außerdem ihre Fähigkeiten im Umgang mit Sicherheitsbedrohungen verbessern.

Seit 2012 halten China und Russland gemeinsame Manöver im Pazifik ab. China macht dort territoriale Ansprüche geltend. Die USA haben deshalb die militärische Zusammenarbeit mit ihren Verbündeten in Asien hochgefahren. Insgesamt erhebt China Anspruch auf 90 Prozent des Südchinesischen Meeres - und streitet sich mit den Philippinen, Taiwan, Malaysia, Brunei und Vietnam in den Gewässern um Einfluss.

Russland baut, nachdem der Westen in der Ukraine-Krise Wirtschaftssanktionen erlassen hat, zunehmend Verbindungen nach Asien, Afrika und Südamerika aus. China wiederum vermeidet Kritik an Moskau in der Ukraine-Krise. Präsident Xi Jinping will am 9. Mai in Moskau an den Feiern zum 70. Jahrestags des Sieges über Nazideutschland teilnehmen. Die meisten Staats- und westlichen Regierungschefs bleiben der Veranstaltung fern, die von einer massiven Militärparade begleitet werden soll. An der Militärparade sollen auch chinesische Soldaten mitwirken.

anr/AFP/AP

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