Ostchinesisches Meer China und Russland planen Seemanöver

Die Lage im Ostchinesischen Meer ist angespannt, nun planen Russland und China dort eine Übung ihrer beiden Flotten. Die Großmächte wollen sich damit auf "Gefahren von Meeresseite" vorbereiten.

Chinesische Schiffe bei früherer Übung: Flotte plant Manöver nahe Shanghai
AP

Chinesische Schiffe bei früherer Übung: Flotte plant Manöver nahe Shanghai


Peking - China und Russland wollen ein gemeinsames Seemanöver im Ostchinesischen Meer abhalten. Das chinesische Verteidigungsministerium gab auf seiner Internetseite bekannt, dass die Übung der beiden Kriegsflotten Ende Mai in der Nähe von Shanghai stattfinden soll.

Die russische und chinesische Flotte wollten durch das Manöver "ihre Fähigkeiten zur Zusammenarbeit steigern, um auf Gefahren von Meeresseite zu reagieren", teilte das Verteidigungsministerium mit.

Der Plan dürfte die Spannungen zwischen China und Japan verstärken. Wegen des weiter schwelenden Inselstreits mit China könnte das Land die militärischen Übungen als Provokation auffassen.

China und Japan streiten seit langem um eine von Japan kontrollierte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt wird. Der Streit spitzte sich Ende vergangenen Jahres zu, nachdem die Volksrepublik eine Luftverteidigungszone über den Inseln einrichtete.

China und Russland haben seit 2005 mehrere gemeinsame Flottenübungen veranstaltet. Diese finden im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit statt. Die Gruppe, der mehrere Länder in Zentralasien angehören, soll regionale Kooperation stärken und den Einfluss der USA in der Region eindämmen.

ade/AP

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