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Militärausgaben: Pentagon berichtet über rasante Aufrüstung Chinas

Raketen, Kriegsschiffe, Cyber-Waffen: China bereitet sich nach US-Angaben auf mögliche Zwischenfälle im Südchinesischen Meer vor. 2013 habe Peking 145 Milliarden Dollar für Rüstung ausgegeben - ein Fünftel mehr als offiziell angegeben.

Washington - Das US-Verteidigungsministerium berichtet über eine Steigerung der Militärausgaben Chinas. Im vergangenen Jahr habe die Volksrepublik rund 145 Milliarden Dollar für militärische Zwecke ausgegeben, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten jährlichen Bericht des Pentagons für den Kongress. Die Summe liege damit etwa ein Fünftel höher als von der Regierung in Peking angegeben.

China habe die Modernisierung seines Arsenals an unbemannten Flugzeugen, Kriegsschiffen, Kampfflugzeugen, Raketen und Cyber-Waffen fortgesetzt und damit seine Verteidigungsfähigkeit weiter erhöht.

Peking habe dabei besonderen Wert darauf gelegt, sich auf Zwischenfälle im Süd- und Ostchinesischen Meer vorzubereiten. Seine Militärausgaben befähigten das Land zunehmend, in immer größeren Entfernungen agieren zu können, heißt es in dem Bericht weiter.

China arbeitet zwar seit Jahren an seinem Aufstieg zur militärischen Supermacht. Doch nach Angaben einer Studie des Stockholm International Peace Research Institute (Sipri) gab Peking im vergangenen Jahr mit 188 Milliarden Dollar ohnehin schon mehr aus als vom Pentagon aufgelistet. Die USA sind dort mit 640 Milliarden Dollar ohnehin weltweiter Spitzenreiter.

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel warf China erst vor wenigen Tagen mit ungewöhnlich deutlichen Worten vor, mit seinen territorialen Ansprüchen die Region zu destabilisieren.

China beansprucht weite Teile des rohstoffreichen Südchinesischen Meers für sich, auch Regionen vor den Küsten von Nachbarländern. Die Volksrepublik beruft sich auf "historische Rechte", die sie zunehmend aggressiv durchsetzen will. Zudem gibt es mit Ländern wie Japan und Taiwan Konflikte um verschiedene unbewohnte Inselgruppen in der Region.

Peking hatte umgehend auf die harsche Kritik Hagels reagiert: Man antworte lediglich auf Provokationen aus Washington und Tokio.

als/Reuters

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1.
mwroer 06.06.2014
China weiss was die Uhr geschlagen hat und bereitet sich darauf vor sich, ggfls. zusammen mit Russland, in seiner Ecke der Welt einzugraben. Denen entgeht der neue Wahnsinn des Westens überall Stellvertreterkriege anzuzetteln genau so wenig wie Russland. Beide schaffen Pufferzonen. Verständlich. Und bevor jetzt wieder einer der ewiggestrigen US/NATO Verteidiger seinen Textbaustein 21 benutzen will: Nein das gefällt mir nicht und nein, daran ist nicht alleine die USA Schuld. Euch sollte allerdings langsam mal klar werden dass die Zeiten wo die USA/NATO Länder 'die guten' waren lange vorbei sind. Genau so wie Russland und China schon lange nicht mehr 'die bösen' sind. Die Welt ändert sich. Lebt damit.
2. Neue Allianz
cosmo9999 06.06.2014
und auch im Millitärischen Bereich werden China und Russland zusammen rücken. Nach der Energieausrichtung nach China, wird das der nächste logische Schritt sein. In meinen Augen auch der vollkommen richtige! Die werden auf lange Sicht die EU und USA nicht brauchen. Der Asiatische Raum hat das größte Potenzial
3.
MashMashMusic 06.06.2014
Zitat von sysopAP / XinhuaRaketen, Kriegsschiffe, Cyberwaffen: China bereitet sich nach US-Angaben auf mögliche Zwischenfälle im Südchinesischen Meer vor. 2013 habe Peking 145 Milliarden Dollar für Rüstung ausgegeben - ein Fünftel mehr als offiziell angegeben. http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-usa-berichten-ueber-hohe-militaer-und-ruestungsausgaben-a-973723.html
Bevor jetzt wieder die Anti-Amerikafront anfängt zu greinen, die Amerikaner gäben doch aber viel mehr für Rüstung aus - eben nicht für Rüstung. Sondern für den Unterhalt ihrer Militärstreitkräfte. Soldaten bekommen in den USA wesentlich mehr Sold als in China, die USA zahlt für ihre Basen im Ausland an die jeweiligen Staaten. Der Unterhalt der ganzen Maschinen kostet ebenfalls Geld. Zumal die US-Ausgaben sinken. Was nicht zuletzt daran liegt, dass keine neue Waffensysteme angeschafft werden, maximal alte ersetzt. Wozu China das ganze neue Kriegsgerät wohl braucht?
4. Es ist immer besser sichtbar, worin die globale. ...
joG 06.06.2014
....Sicherheitsarchitektur schwächelt. Wir mussen davon ausgehen, dass ein großer Krieg kommen wird, wenn wir erlauben, dass sich die Multipolarisierung weiter entfaltet. Und es sollte sich keiner vormachen lassen, die EU könne da eine Lösung sein und könne da uns sicherheit bieten. Das wäre ein fataler irrtum, wäre die EU doch lediglich ein weiterer Pol, der die Komplexität vergrößerte und das Problem verstärkte.
5. optional
rant0r 06.06.2014
"Die geben fast ein Viertel von dem für Militär aus wie wir. Wir müssen Alarm schlagen! Wenn man es auf das BIP zieht sogar fast die Hälfte, OMG. Kann ja nicht sein, dass ein Viertel der Welt auch nur annähernd in unsere Nähe kommt!"
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