Vom IS ermordete Geisel China kündigt Kampf gegen Terror an

Die Terrormiliz IS hat eine weitere Großmacht gegen sich aufgebracht - durch die Ermordung einer chinesischen Geisel. Die Regierung in Peking kündigt an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Will nun auch gegen IS vorgehen: Chinas Präsident Xi Jinping beim Apec-Gipfel
AP

Will nun auch gegen IS vorgehen: Chinas Präsident Xi Jinping beim Apec-Gipfel


Jetzt will auch China gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" vorgehen. Die Radikalislamisten hatten sich am Mittwoch im Internetmagazin "Dabiq", einer Art islamistischer Verbandszeitschrift, damit gebrüstet, eine chinesische und eine norwegische Geisel hingerichtet zu haben. Zum Beweis veröffentlichten sie Fotos der Leichen. Die Regierung in Peking kündigte daraufhin an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

"China verurteilt die brutale Ermordung eines chinesischen Staatsbürgers aufs Schärfste", sagte Staatspräsident Xi Jinping. Man werde sich allen Formen des Terrorismus widersetzen und resolut gegen alle gewaltsamen und kriminellen Terroraktivitäten vorgehen.

Die chinesische Regierung hatte im September bestätigt, dass sich ein Chinese in der Gewalt des IS befinde. Man habe mit "allen Mitteln" versucht, die Geisel zu retten. Bei dem Ermordeten soll es sich um einen 50 Jahre alten Lehrer handeln.

Auch auf dem Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) stand das Thema Terror auf der Tagesordnung. In einem Entwurf für die Abschlusserklärung, die am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) veröffentlicht werden soll, heißt es: "Wir lassen es nicht zu, dass der Terrorismus die Grundwerte bedroht, die unsere freien und offenen Volkswirtschaften stützen. Wir betonen die dringende Notwendigkeit größerer internationaler Kooperation und Solidarität, um den Terrorismus zu bekämpfen."

In der Apec arbeiten 21 Staaten rund um den Pazifik zusammen, dazu gehören die USA, China, Japan, Russland, Südkorea, Kanada, Mexiko, Chile, Peru, Neuseeland, Australien, Papua-Neuguinea, Taiwan, Hongkong, Brunei, Indonesien, Malaysia, Singapur, die Philippinen, Thailand und Vietnam.

vet/dpa/Reuters

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insgesamt 78 Beiträge
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tradepro 19.11.2015
1. ISIS verliert Bezug zur Realität
ISIS hat wohl den Bezug zur Realität verloren. Irre sind diese Typen ja schon lange. Frankreich, Russland, China in kürzester Zeit verärgert. Das wird nicht gut ausgehen...
Wunderläufer 19.11.2015
2. Lachhaft
APEC "freien und offenen Volkswirtschaften stützen..." können vor lachen. Fehlen nur noch Iran, Pakistan und Saudi-Arabien in der illustren Runde, und schon ist das Mittelalter komplett
opinio... 19.11.2015
3. Der chinesische Drache
hat nun anscheinend auch begriffen, dass Unmenschlichkeiten dieser Grõßenordnung nicht beliebig lange ignoriert werden kõnnen ohne selbst Schaden zu nehmen. Für diese Politik ist die Welt zu klein geworden.
telos 19.11.2015
4. Jetzt auch China mit im Boot
Sollten sich die Vereinten Nationen für ein von allen hochentwickelten Industrienationen und Schwellenländern mitgetragenes, militärisches Vorgehen gegen den IS Staat entscheiden, dann wird die gesamte moslemische Welt einen Weltenbrand verursachen, dessen Folgen noch völlig im Dunkeln liegen. Und der Ort der schon jetztigen und wahrscheinlich voraussichtlichen Kampfhandlungen assoziiere ich mit dem Begriff Armageddon. Aber ich kann mich auch irren.
frankfurtbeat 19.11.2015
5. China ...
China wie die USA vollziehen jährlich in xxx-Fällen die Todesstrafe ... Wie kann man da vertrauenswürdig in der Öffentlichkeit äußern das man die Ermordung eines Bürgers nicht toleriert gleichzeitig aber die nächste Injektion oder Erschießug vorbereitet?
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