Südchinesisches Meer China zeigt US-Militärs seinen Flugzeugträger

China verstärkt seine Präsenz im Südchinesischen Meer, die USA reagieren mit Drohungen - so war es bisher. Jetzt gab es eine Geste der Annäherung: US-Militärs durften den chinesischen Flugzeugträger besichtigen.

Flugzeugträger Liaoning: 27-köpfige Delegation
AP

Flugzeugträger Liaoning: 27-köpfige Delegation


Im Streit um Pekings Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer gibt es offenbar Versuche der Annäherung. US-amerikanische Militärvertreter haben Chinas einzigen Flugzeugträger "Liaoning" besucht. Die 27-köpfige Delegation aus hochrangigen Navy-Militärs führte mit den Asiaten auf dem früheren Sowjetschiff Gespräche über Übungen, medizinische und strategische Fragen, teilte China mit.

Die Volksrepublik hatte zuletzt ihre militärische Präsenz im Südchinesischen Meer ausgebaut. Das Land beansprucht weite Teile der Region für sich, auch Gebiete vor den Küsten von Nachbarländern. Chinesische Einheiten hatten Ende vergangenen Jahres begonnen, fünf Inseln der Spratlys durch künstliche Landgewinnung um insgesamt etwa 200 Hektar zu vergrößern.

Bei der Inselgruppe handelt es sich um insgesamt rund 150 Felsen, Atolle und Riffe, von denen gerade einmal fünf Quadratkilometer aus dem Wasser ragen. Neben China erheben auch Vietnam, Taiwan, Malaysia, Brunei und die Philippinen Anspruch auf sie.

Der Besuch der US-Delegation fällt nun in eine Zeit, in der Washington seine Drohungen gegenüber China verschärft. Die Amerikaner treibt die Sorge um, dass China die Inseln zu militärischen Zwecken errichte. Kürzlich hatte es Berichte gegeben, nach denen die USA überlegten, Kriegsschiffe in die betroffene Region zu entsenden.

kev/AP/Reuters



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insgesamt 98 Beiträge
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forumgehts? 21.10.2015
1. Das
macht doch nun wirklich Spass! Die USA würden nie daran denken, ihre Pötte den Chinesen zu zeigen. Die US-Militärs dürfte der Schlag treffen, wenn sie sehen, was für "hübsche" Dinge die da eingebaut haben. Vermutlich solche, von denen die Amis dachten, die Chinesen wüssten nicht einmal dass so etwas überhaupt existiert. Und das war auch genau die Absicht der Chinesen. Die Berichte der Amis an ihren Mr. President würde ich gerne lesen!
darthmax 21.10.2015
2. Sowjetschiff
ist nicht ganz richtig,es gehörte der Ukraine und wurde dann über sehr merkwürdige Kanäle an China verkauft. Wäre eigentlich interessant, wer von den Oligarchen davon profitiert hat.
benodiagd 21.10.2015
3.
Zitat von forumgehts?macht doch nun wirklich Spass! Die USA würden nie daran denken, ihre Pötte den Chinesen zu zeigen. Die US-Militärs dürfte der Schlag treffen, wenn sie sehen, was für "hübsche" Dinge die da eingebaut haben. Vermutlich solche, von denen die Amis dachten, die Chinesen wüssten nicht einmal dass so etwas überhaupt existiert. Und das war auch genau die Absicht der Chinesen. Die Berichte der Amis an ihren Mr. President würde ich gerne lesen!
Die Chinesen kennen die amerikanischen Flugzeugträger doch schon alle in und auswendig. Gibt doch für jedes Ding gefühlte 1000 n24 Dokus. :D
mosquitojg 21.10.2015
4. Die sollen ihn ins Mittelmeer schicken
Da ist momentan mehr los als im südchinesischen Meer und sie könnten Russland und Syrien bei der Bekämpfung der Islamisten unterstützen, was der Westen nicht geschafft hat oder nicht schaffen wollte.
spon-facebook-10000012354 21.10.2015
5. Hagel besichtigte den Flugzeugträger
Als Demonstration größerer Offenheit hat China dem amerikanischen Verteidigungsminister Chuck Hagel seinen ersten Flugzeugträger bereits im April 2014 gezeigt, wie SPON berichtet hat. Hagel wurde in der Hafenstadt Qingdao von US-Botschafter Max Baucus und dem chinesischen Konteradmiral Guang Youfei begrüßt. Es war eine große Ehre, die dem US-Amerikaner damit zuteil wurde, denn die Streitkräfte der Volksrepublik China sind für gewöhnlich sehr zurückhaltend bei der Präsentation ihrer Waffensysteme. Direkt nach seiner Ankunft in China besuchte Hagel den Flugzeugträger auf dem Marinestützpunkt Yuchi in Qingdao. Chinas Marine habe dem amerikanischen Wunsch nach einem Besuch stattgegeben, berichtete die US-Delegation. Hagel war der erste Ausländer überhaupt, dem der Flugzeugträger "Liaoning" vorgeführt wurde. Es handelt sich um ein Kriegsschiff aus sowjetischer Produktion, das China gekauft und neu ausgestattet hatte. An der Besichtigung des Flugzeugträgers durften Reporter nicht teilnehmen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-laesst-hagel-auf-flugzeugtraeger-liaoning-a-963050.html
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