Fahndungserfolg in Spanien Schleuserbande brachte Hunderte Chinesen nach Europa

In einem koordinierten Schlag haben spanische Behörden eine chinesische Menschenschmugglerbande ausgehoben. Mehr als hundert Mitglieder der "sehr gut organisierten" Bande wurden festgenommen.


Zwei Jahre lang hatte die spanische Polizei ermittelt, nun gelang ihr der große Coup: Die Behörden haben eine chinesische Bande ausgehoben, die Chinesen mit falschen Pässen ausgestattet und zu Hunderten illegal nach Europa gebracht haben soll.

In verschiedenen Flughäfen Spaniens sowie im Airport der italienischen Metropole Mailand seien insgesamt mehr als hundert Menschen festgenommen worden, teilte die spanische Polizei am Samstag mit. 150 gefälschte Reisedokumente seien beschlagnahmt worden.

Der Schlag sei in Zusammenarbeit mit den Behörden von Frankreich, Italien und Großbritannien gelungen, hieß es. Den Angaben zufolge wurde auch den Chefs der Bande in Spanien - allesamt Chinesen - das Handwerk gelegt.

Die "sehr gut organisierte" Bande habe die Interessenten für eine illegale Einreise nach Europa zunächst nach Spanien geschleust und in sichere Unterkünfte gebracht. Danach seien sie in verschiedene Länder der EU weitergereist. Zielländer seien neben Spanien vor allem Irland, Italien Frankreich und Großbritannien gewesen, so die spanische Polizei.

2013 waren die Ermittler auf die Spur der Gruppe gestoßen. Damals war bereits ein Menschenschmugglerring ausgehoben worden, der vor allem über Barcelona Chinesen illegal nach Europa gebracht hatte.

feb/dpa/AP

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