"La République en Marche" Macron-Vertrauter wird neuer Parteichef

"La République en Marche" hat einen neuen Chef. Christophe Castaner soll Ordnung in die Partei des französischen Präsidenten Macron bringen. Zuletzt hatten Dutzende Mitglieder ihren Austritt angekündigt.

Christophe Castaner
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Christophe Castaner


Die Partei des französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat den bisherigen Regierungssprecher Christophe Castaner zu ihrem neuen Chef gekürt. In Lyon wählte ein Parteitag von "La République en Marche" (LREM, Die Republik auf dem Vormarsch) den 51-Jährigen einstimmig bei zwei Enthaltungen, wie die Partei mitteilte.

Castaner, der als Vertrauter Macrons gilt, war der einzige Kandidat. Er hat nun die Aufgabe, die junge Partei nach ihrem Durchmarsch an die Macht zu festigen und weiterzuentwickeln. Er wurde für drei Jahre gewählt.

In den Reihen von LREM war vor dem Parteitag Kritik an mangelnder interner Demokratie laut geworden. Bemängelt wurde etwa, dass über die Parteispitze nicht in einer Urwahl aller Mitglieder abgestimmt wird.

Macron hatte die Gruppe im vergangenen Jahr als Gegenentwurf zu den traditionellen Parteien positioniert. LREM steht nun vor dem schwierigen Spagat, die Zwänge einer Regierungspartei mit ihrem Selbstverständnis als offene Bewegung zu vereinen. Macron war im Mai zum Präsidenten gewählt worden, im Juni eroberte seine Partei eine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung. In den vergangenen Monaten hatte eine Interimsspitze die Partei gelenkt.

kry/AFP/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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simonweber1 18.11.2017
1. In
der französischen Presse schreibt man nicht von Dutzende Mitglieder die die Partei verlassen wollen, sondern von mehreren Hundert.
seine-et-marnais 18.11.2017
2. Bedeutende Politische Kraft oder Kommunikationsungeheuer?
Ich zitiere auszugsweise aus dem Canard enchaïné vom 15.11.18: "Officielement, ils sont 400.000. Un chiffre impossible à vérifier, l'adhésion à LRM étant gratuite. Seule certitude: le vote sur les statuts...l'été dernier , à rassemblé 72000 adhérents......Dans les Hauts-de-Seine, par exemple, il y a 27000 adhérents. Mais, en fait, une trentaine seulement sont vraiment actifs et mobilisables". Offiziell sind sie 400000. Eine Zahl die man nicht verifizieren kann, die Mitgliedschaft ist umsonst. Einzige Sicherheit: die Abstimmung über die Statuten.. im letzten Sommer hat 72000 Mitglieder versammelt...In den Hauts-de-Seine, zB, gibt es 27000 Mitglieder. Aber in Realtät sind nur rund 30 wirklich aktif und mobilisierbar. Und später wird im gleichen Canard ein Mitglied erwähnt das sich als Marine Le Pen, wohnhaft bei Jupiter, 1 rue du Président Macron eingeschrieben hat. Kein Mensch weiss also wieviele Annhänger es gibt, kein Mensch weiss wie die abstimmen würden. Es gab die Salbung Macrons, pro forma einen 'Wahlkampf' vor wenigen Personen in einem halbleeren grossen Seminarraum, und es gab eine 'Diskussion' in dem sich alle Parteianhänger einig waren 'Castaner ist der grösste' sonst wäre er nicht von Macron ausgesucht worden. Und selbst den einsamen Wahlkampfauftritt und auch die Abstimmung per Umschlag anstatt öffentlich mit hochgehaltener Hand hätte es nicht gegeben, wenn nicht die Presse laut kritisiert hätte dass dieses beabsichtigte Procedere nun nicht gerade demokratisch war. Ein riesiges Trauerspiel für die Demokratie.
frenchie3 18.11.2017
3. Laß den mal machen
Gemault wird hier viel, getan nichts. Also nicht lange wählen lassen. Macron ist demokratisch gewählt, das reicht, sein Personal soll er selbst einsetzen
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