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Chronologie: Terror im Touristenparadies

Anschläge auf Altertümer, Schüsse auf einem Kreuzfahrtschiff, Bomben in Badeorten, brennende Busse - Hunderte Touristen sind seit den neunziger Jahren in Ägypten Opfer von Attentätern geworden. Im Folgenden eine Chronologie des Terrors.

21. Oktober 1992: Eine britische Touristin stirbt beim Angriff muslimischer Untergrundkämpfer auf einen Bus. Zwei weitere Briten werden schwer verletzt.

12. November 1992: Fünf deutsche Urlauber und zwei Ägypter werden bei einem Anschlag auf einen Bus verletzt.

26. Februar 1993: Bei einem Bombenanschlag auf ein Café in Kairo werden drei Personen getötet und 18 Menschen verletzt.

26. August 1993: Ein 13 Jahre alter spanischer Junge wird bei einem Überfall auf einen Bus getötet.

27. September 1993: Zwei Deutsche und zwei Ägypter werden in Hurghada erschossen.

23. Oktober 1993: Ein Brite wird bei einem Überfall auf einen Bus getötet.

26. Oktober 1993: Zwei Amerikaner und ein Franzose werden in einem Hotel in Kairo erschossen.

4. März 1994: Terroristen beschießen ein Kreuzfahrtschiff auf dem Nil, eine Deutsche wird getötet.

18. April 1996: Im Eingangsbereich eines Kairoer Hotels erschießen vier mutmaßliche Aktivisten der al-Gamaa al-Islamija 18 griechische Reisende. Ihr eigentliches Ziel sollen Israelis gewesen sein.

18. September 1997: Neun Deutsche und der ägyptische Fahrer sterben bei einer Bombenattacke auf einen Touristenbus vor dem Ägyptischen Museum in Kairo.

17. November 1997: Bewaffnete der ägyptischen Terrorgruppe al-Gamaa al-Islamija erschießen vor dem Hatschepsut-Tempel in Luxor 58 Urlauber und mehrere Polizisten. Unter den Toten sind 36 Schweizer und vier Deutsche.

7. Oktober 2004: In den Sinai-Badeorten Taba und Ras al-Scheitani gehen fast zeitgleich mehrere Sprengsätze hoch. Unter den 34 Toten sind zwölf Israelis. Die Behörden verdächtigen einheimische Terroristen, die Israelis die al-Qaida.

7. April 2005: Ein Selbstmordattentäter reißt zwei Franzosen und einen Amerikaner mit in den Tod.

30. April 2005: Bei einer Bombenexplosion werden neun Personen verletzt, darunter vier Ausländer. Zwei Frauen beschießen einen Bus mit Touristen, die aber unverletzt bleiben. Die Attentäterinnen nehmen sich das Leben.

23. Juli 2005: Im Badeort Scharm al-Scheich auf der Sinai-Halbinsel explodieren drei Bomben. 66 Menschen sterben, etwa 130 werden verletzt, unter ihnen mehrere ausländische Touristen. Die ägyptische Regierung sieht keine Verbindung zur Terrororganisation al-Qaida.

ffr/dpa/AP

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Forum - Urlaubsparadies Ägypten - wie sicher ist das Land für Touristen?
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1. Nettes Erlebnis....
Kurt G, 22.09.2008
Als ich mit meiner Frau vor ein paar Jahren eine Kreuzfahrt machte, es war wenige Monate nach dem Attentat am Hapshetsut-Tempel, legte unser Schiff in Esna an. Meine Frau und ich wollten in der Abendämmerung noch einen Spaziergang machen, da tauchte ein älterer, andeutungsweise in einer Uniform bekleideter Mann auf, ein altertümliches Gewehr über die Schulter. Mit vielen Gesten bedeutete er uns, dass er die Aufgabe habe, das Schiff zu bewachen. Und er bat uns so inständig, wieder aufs Schiff zu gehen , was wir dies auch taten. Nicht aus Angst oder etwas ähnlichem, sondern um die Seelenqualen des Ärmsten zu beenden. Wer Schutz von Touristen in Ägypten erwartet, kann das getrost vergessen. Das kann die ägyp. Regierung schon personell nicht leisten. Ich würde aber heute - wie zuletzt vor 2 Jahren - erneut durch die Basare von Kairo gehen, erneut Streifzüge durch das Wüsetnegebiet rund um die Pyramiden machen, erneut den Höhenzug zwischen Niltal und den Pharaonengräbern überschreiten. Wohlwissend, das die US-Regierung und ihre weltweieten Hardliner-Vasallen in den letzten Jahren fast alles unternommen hat, um die muslimische Welt gegen Westler aufzubringen, aber vertrauend auf das freundliche Wesen der Ägypter. Kurt G
2.
markw470 22.09.2008
Nächste Woche beginnt unsere Ägyptenreise. Ein klein wenig mulmig ist mir schon.......
3. Nettes Erlebnis....
Kurt G, 22.09.2008
Als ich mit meiner Frau vor ein paar Jahren eine Kreuzfahrt machte, es war wenige Monate nach dem Attentat am Hapshetsut-Tempel, legte unser Schiff in Esna an. Meine Frau und ich wollten in der Abendämmerung noch einen Spaziergang machen, da tauchte ein älterer, andeutungsweise in einer Uniform bekleideter Mann auf, ein altertümliches Gewehr über die Schulter. Mit vielen Gesten bedeutete er uns, dass er die Aufgabe habe, das Schiff zu bewachen. Und er bat uns so inständig, wieder aufs Schiff zu gehen , was wir dies auch taten. Nicht aus Angst oder etwas ähnlichem, sondern um die Seelenqualen des Ärmsten zu beenden. Wer Schutz von Touristen in Ägypten erwartet, kann das getrost vergessen. Das kann die ägyp. Regierung schon personell nicht leisten. Ich würde aber heute - wie zuletzt vor 2 Jahren - erneut durch die Basare von Kairo gehen, erneut Streifzüge durch das Wüsetnegebiet rund um die Pyramiden machen, erneut den Höhenzug zwischen Niltal und den Pharaonengräbern überschreiten. Wohlwissend, das die US-Regierung und ihre weltweieten Hardliner-Vasallen in den letzten Jahren fast alles unternommen hat, um die muslimische Welt gegen Westler aufzubringen, aber vertrauend auf das freundliche Wesen der Ägypter. Kurt G
4. Ich denke mal...
tanni95, 22.09.2008
Zitat von sysopIn Ägypten haben Unbekannte 15 Touristen entführt - unter ihnen fünf Deutsche und fünf Italiener. Das Auswärtige Amt bestätigte die Entführung. Wie sicher ist das Land noch für Touristen?
...überhaupt nicht sicher. Es ist ja nicht das erste Mal, dass dort Touristen zu Tode kommen. Ich verstehe auch nicht, weshalb so viele Menschen in Kriegs- und Krisengebieten Urlaub machen müssen. (Und dann wieder vom AA freigekauft oder gerettet werden wollen.)
5.
jack_ryan_189 22.09.2008
Zitat von sysopIn Ägypten haben Unbekannte 15 Touristen entführt - unter ihnen fünf Deutsche und fünf Italiener. Das Auswärtige Amt bestätigte die Entführung. Wie sicher ist das Land noch für Touristen?
Die eigentliche Frage ist doch, wie sicher ist es im Allgemeinen noch für Deutsche südlich von Italien in den Urlaub zu fahren? Solange die Regierung jedem Geld gibt, der freundlich danach fragt und ein paar Deutsche Gefangene im Keller hat, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sicherer werden. Wünschenswert wäre nun endlich mal ein Zeichen, dass es diesen Kriminellen lehrt, dass man Deutsche lieber nicht entführen sollte. (Im Allgemeinen sollte das für ganz Europa gelten. Eine politische Basis und die notwendigen Kapazitäten hierzu liese sich sicherlich im Rahmen der Gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik schaffen) Die militärischen und polizelichen Kapazitäten hierzu besitzen wir und ich sehe keinen Grund nicht auch von Ihnen Gebrauch zumachen. Das ganze muss doch mal irgendwann ein Ende haben!
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