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Geheime CIA-Studie: Bewaffnung von Rebellen führt nur selten zum Erfolg

Kämpfer in Syrien: Zweifel am Nutzen der Bewaffnung von Rebellen sind groß Zur Großansicht
REUTERS

Kämpfer in Syrien: Zweifel am Nutzen der Bewaffnung von Rebellen sind groß

Um die Kurden im Kampf gegen die Terrormiliz IS zu unterstützen, schicken Deutschland, die USA und andere Länder Waffen. Eine Studie der CIA zeigt nun: Waffenlieferungen an Rebellen waren in der Vergangenheit meist wirkungslos.

Washington - Die Bewaffnung von Rebellen führt selten dazu, einen Konflikt zugunsten der eigenen Interessen zu entscheiden. Zu diesem Ergebnis ist nach Angaben der "New York Times" der US-Geheimdienst CIA in einer bislang geheimen Studie gekommen. Sie ist anscheinend eine von mehreren, die 2012 und 2013 in Auftrag gegeben wurden. Zu dieser Zeit wurde in den USA über eine Einmischung in den syrischen Bürgerkrieg debattiert.

"US-Präsident Obama wollte damals wissen: Hat die Bewaffnung von Rebellen jemals etwas gebracht?", sagte ein ehemals ranghoher Beamter, der anonym bleiben will, der "New York Times". Das Ergebnis der Untersuchungen sei "sehr verdrießlich" gewesen. Die Kernaussage: Viele frühere Versuche der CIA, heimlich ausländische Kräfte zu bewaffnen, hätten minimale Auswirkungen auf den langfristigen Ausgang eines Konflikts gehabt. Die Aktionen seien noch wirkungsloser gewesen, wenn die bewaffneten Milizen ohne Unterstützung durch amerikanische Bodentruppen gekämpft hätten.

5000 Aufständische werden für den Kampf gegen IS geschult

Die einzige Ausnahme war dem Bericht zufolge die Bewaffnung afghanischer Mudschahidin-Kämpfer, die in den Achtzigerjahren in Afghanistan gegen Truppen der Sowjetunion kämpften und diese schließlich zum Rückzug zwangen. Dass diese Kämpfer ohne direkte Hilfe der USA erfolgreich waren, habe man vor allem dem pakistanischen Geheimdienst zu verdanken, der die Rebellen unterstützt habe, so der CIA-Report. Zudem seien später viele von den USA bewaffnete Mudschahidin zu al-Qaida übergelaufen.

Das habe man in der US-Regierung nicht vergessen, so der Informant der "New York Times". Die Sorge, dass Waffen, die man Oppositionskämpfern in Syrien gebe, früher oder später bei Terrorgruppen landen, sei deshalb groß.

Trotzdem gab Obama dem Bericht zufolge im April 2013 der CIA die Genehmigung, auf einer Basis in Jordanien ein Programm zur Bewaffnung der Rebellen zu beginnen. Nach einem kürzlich gefassten Beschluss sollen außerdem bis zu 5000 Aufständische jährlich für den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ausgebildet werden. Den Einsatz von Bodentruppen schließt Obama aber aus.

Die CIA hat in ihrer 67-jährigen Geschichte wiederholt Aufständische in allen Teilen der Welt bewaffnet - von Angola über Nicaragua bis hin zu Kuba.

vet/dpa

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insgesamt 42 Beiträge
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1. Ach was
S.Albrecht 16.10.2014
...echt?!? Naja, dann haben sie es jetzt wenigstens mal schwarz auf weiß.
2. Wie definiert man Erfolg?
Big_Jim 16.10.2014
Wenn es darum geht ein Land in einem dauerhaften Bürgerkrieg zu halten und es dabei ins Chaos zu stürzen, dann war der Westen bisher doch sehr erfolgreich. Libyen, Ukraine, Syrien, Irak, Afghanistan... Überall hat der Westen Krieg gespielt oder sich zumindest über Sanktionen massiv eingemischt. Die Erfolge? Totales Chaos, Hass, tausendfacher Tod. Überall und ohne Ausnahme.
3. Welch tiefgreifende Analyse...!
dreifaltiger_specknacken 16.10.2014
Hätte man hinsichtlich der reichen Putscherfahrungen in Iran, Irak mit Resultat Saddam, Al Kaida oä., und dutzenden Beispielen der letzten 60 Jahre und Millionen nie, nie niemals schließen können! Wichtig ist doch jetzt, dass eine Brücke zur Tolkien-Mythologie geschlagen wird und relevante Wirtschaftsinteressen bedacht werden! SPON ist echt der Kracher! Mal gucken welche int. News-Web-Sites diese gleiche r e v o l u t i o n ä r e Erkenntnis tagesaktuell verkünden. Mein Tipp: Keine! Well done, look at you, lol.
4. Bewaffnung von Al-Qaida oder die Ausbildung von Spezialkräften in Süd- und Mittelamerika
pecami 16.10.2014
Also habe ich den Bericht nicht ganz verstanden, oder wie? Wer waren die "Mujaheddin", die damals in Afghanistan gegen die Sowjettruppen kämpften...? War das nicht "Al-Qaida"? Oder die Bewaffnung, Ausbildung (unter anderem in Foltertechniken) und Ausrüstung von rechtsextremen Milizen in Südamerika, die die Militärdiktaturen unterstützten...? Oder der Verkauf von Waffen an Staaten wie Saudi Arabien oder Katar, die ihrerseits den IS finanzieren und versorgen...?
5. Nicht korrekt!
ketzer2000 16.10.2014
Da merkt man, wie schlecht das Gedachtnis des CIA ist. Im Afghanstan Krieg der Taliban gegen die Sowjetunion haben die USA und CIA die Taliban mit Raketen und Waffen ausgerüstet und ausgebildet. Damit wurde Sowjetunion zum Rückzug gezwungen und die Taliban konnten - wie bekannt - ihr Regime errichten. Aus Sicht der Taliban war das durchaus erfolgreich
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