Clintons Wahlkampfbilanz Lachen, weinen, schmachten

Hillary Clinton im eingebildeten Kugelhagel - nur eine der vielen unvergesslichen Anekdoten aus dem Duell der demokratischen Präsidentschaftsbewerber. Zu Clintons Ausstieg zeigt SPIEGEL ONLINE eine Auswahl der schönsten Patzer und Pannen, Notlügen und Lachnummern.

Von , New York


New York - Sie begann als haushohe Favoritin. Als "unvermeidbare" Kandidatin, die dank ihres politischen Talents und Durchhaltevermögens, dank ihrer Prominenz, ihres Geldes und ihrer Beziehungen das Rennen ums Weiße Haus schon gewonnen zu haben schien. Völlig relaxt, daheim auf dem Sofa, präsentierte sie sich gleich im allerersten Video siegessicher: "Lasst uns miteinander reden", sprach sie. "Ich habe das Gefühl, das wird sehr interessant."

Interessant wurde es - doch anders, als sich Hillary Clinton das wohl vorgestellt hatte. Denn bei der ersten Entscheidung, dem Caucus in Iowa, landete sie nur auf einem enttäuschenden dritten Platz, weit abgeschlagen hinter dem sanftzüngigen Jungstar Barack Obama und knapp hinter John Edwards. Ein herber Schock, doch bei der Vorwahl in New Hampshire berappelte sie sich sofort wieder. Und so ging es weiter, auf Pleiten folgten Erfolge, ihr Wahlkampf war wie eine wilde Achterbahnfahrt der enttäuschten Hoffnungen und überraschenden Triumphe, der Untergänge und Comebacks.

Es war ein doppelt historischer Wettlauf: Wer wird die erste Frau, der erste Schwarze im Weißen Haus? Und es war zugleich ein Wettstreit, der immer wieder zur Farce verkam, zur Schlammschlacht, zum Kinderzank. Mit dem Ergebnis, dass der US-Wahlkampf so viel unvergessliches Material produziert hat wie selten zuvor: Ausrutscher, Ausfälle, Patzer, Tiraden, Denkwürdigkeiten, Lachnummern (gewollt und ungewollt) - alles prompt auf YouTube verewigt. SPIEGEL ONLINE zeigt eine Auswahl.

© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.