Washington/Bengasi - Ein Mann ist in Libyen im Zusammenhang mit der Attacke auf das US-Konsulat in Bengasi gestellt worden. Wie der TV-Sender CNN unter Berufung auf zwei nicht näher bezeichnete Quellen meldet, handelt es sich um Faradsch al-Schibli, der kürzlich aus Pakistan zurückgekehrt sei. Ob er als möglicher Beteiligter oder Hintermann gilt, blieb zunächst unklar.
Bei dem Angriff am 11. September vergangenen Jahres waren vier Amerikaner ums Leben gekommen, unter ihnen US-Botschafter Chris Stevens. Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton hatte zum Ende ihrer Amtszeit im Januar vor dem Kongress die volle Verantwortung für Sicherheitsmängel in Bengasi übernommen.
CNN zufolge gehörte der nun festgenommene Mann einer militanten libyschen Organisation an, die Mitte der 1990er Jahre versucht hatte, das damalige Regime von Muammar al-Gaddafi zu stürzen. 1998 habe ihn Libyen im Zusammenhang mit dem Mord an dem Deutschen Silvan Becker erstmals auf eine internationale Fahndungsliste setzen lassen. Der Anti-Terror-Experte Becker war 1994 mit seiner Ehefrau Vera unter mysteriösen Umständen in der libyschen Stadt Sirte getötet worden.
Einige Experten haben laut CNN allerdings Zweifel daran geäußert, dass die Islamisten-Kampfgruppe, der Al-Schibli angehört haben soll, für den Becker-Mord verantwortlich ist.
heb/dpa
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