Cyber-Angriff: Hacker legen Nato-Websites lahm

Nato-Hauptquartier in Brüssel: Techniker stellen Websites wieder her Zur Großansicht
DPA

Nato-Hauptquartier in Brüssel: Techniker stellen Websites wieder her

Die Nato ist im Vorfeld des Krim-Referendums zum Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Eine Gruppe namens CyberBerkut attackierte die Websites des Verteidigungsbündnisses. Offenbar stecken prorussische Kräfte hinter den Angreifern.

Brüssel - Mehrere Internetseiten der Nato sind in der Nacht zum Sonntag Ziel eines Hackerangriffs geworden. Zu der Attacke bekannte sich eine ukrainische Hackergruppe.

Die Gruppe mit dem Namen CyberBerkut teilte auf ihrer Webseite mit: "Wir erklären, dass wir heute um 18.00 Uhr eine Attacke gegen die Nato gestartet haben." Die Nato habe auf ukrainischem Territorium nichts zu suchen, hieß es weiter. Die Erklärung wurde auf russisch abgegeben. Berkut ist die lange gefürchtete, kürzlich aufgelöste Spezialeinheit des ukrainischen Innenministeriums.

Wie Nato-Sprecherin Oana Lungescu auf Twitter mitteilte, hatte der Angriff keine Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Bündnisses. Techniker seien damit beschäftigt, die Websites wiederherzustellen.

John Bumgarner, Technologie-Chef des auf Cyber-Attacken spezialisierten Forschungsinstituts U.S. Cyber Consequences Unit sagte, die ersten Hinweise deuteten in der Tat stark darauf hin, dass die Attacken von prorussischen Kräften ausgegangen seien.

ade/AFP/Reuters

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Abspaltung von der Ukraine: Die Krim am Vortag des Referendums

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