Gesichtsverschleierung Dänemark verbietet Burka und Nikab in der Öffentlichkeit

In Dänemark darf man sein Gesicht von August an in der Öffentlichkeit nicht mehr verhüllen. Ein entsprechendes Gesetz wurde vom Parlament in Kopenhagen verabschiedet.

Verschleierte Frauen (Symbolfoto)
DPA

Verschleierte Frauen (Symbolfoto)


Dänemarks Parlament hat ein Gesetz beschlossen, das muslimischen Frauen in der Öffentlichkeit das Tragen von Ganzkörperschleiern (Burka) und Gesichtsschleiern (Nikab) untersagt. Verstöße dagegen werden künftig mit Geldbußen belegt. Das Gesetz wurde mit 75 Ja-Stimmen bei 30 Gegenstimmen angenommen.

Das Verbot bezieht aber auch Hüte, Mützen, Schals, Masken, Helme und künstliche Bärte ein, die das Gesicht stark verdecken. Weiter erlaubt ist es allerdings, sich an kalten Tagen den Schal weit ins Gesicht zu ziehen oder zu Karneval Masken zu tragen.

Beim ersten Verstoß gegen das Verhüllungsverbot droht eine Strafe vom umgerechnet 135 Euro. Wird man zum vierten Mal erwischt, kostet es rund 1350 Euro. Niemand werde gezwungen, die Burka auf der Straße abzunehmen, sondern lediglich nach Zahlung der Strafe aufgefordert, nach Hause zu gehen, hatte Justizminister Søren Pape Poulsen zuvor erklärt.

Dänemark ist nicht das einzige europäische Land mit einem Verhüllungsverbot. Frankreich hatte 2011 als erstes Land in Europa den Ganzkörperschleier Burka sowie den Nikab, der das Gesicht bis auf die Augen vollständig bedeckt, verboten. Andere Staaten wie Belgien und Österreich folgten. In Deutschland will die AfD muslimischen Frauen das Tragen von Nikab und Burka im öffentlichen Raum verbieten, auch Teile der CSU sprachen sich dafür aus.

Video: Interview mit Seyran Ates - "Die Burka ist ein Sicherheitsrisiko"

dbate

als/AFP/dpa



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