Tod des Uno-Generalsekretärs Hammarskjöld-Flugzeug wurde 1961 wohl abgeschossen

Vor mehr als 50 Jahren ist das Flugzeug des ehemaligen Uno-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld abgestürzt. Mittlerweile erscheint ein Abschuss "plausibel". Doch viele Fragen bleiben offen.

Dag Hammarskjöld
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Dag Hammarskjöld


Der mysteriöse Tod des einstigen Uno-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld ist vermutlich durch den Abschuss seines Flugzeugs über Zentralafrika verursacht worden. Es sei "plausibel", dass der Absturz der Maschine in den frühen Sechzigerjahren auf "einen Angriff oder eine Bedrohung von außen zurückzuführen sei". Das ist die Schlussfolgerung eines Berichts für die Uno-Spitze.

Für die neuen Erkenntnisse wurden geheime Unterlagen aus mehreren Ländern, darunter auch Deutschland, ausgewertet. Ursprünglich war von einem Pilotenfehler die Rede gewesen. Hammarskjöld war damals auf dem Weg nach Afrika, um einen Waffenstillstand für die an Bodenschätzen reiche Region Katanga in der heutigen Demokratischen Republik Kongo auszuhandeln. Sein Flugzeug stürzte im September 1961 bei Ndola in Nordrhodesien ab, dem heutigen Sambia.

In dem Untersuchungsbericht wird nun darauf verwiesen, dass die Rebellen in Katanga mehr Flugzeuge zu ihrer Verfügung hatten als bisher bekannt. Zuvor war die Theorie, dass die Rebellen das Flugzeug des Uno-Generalsekretärs abgeschossen haben könnten, verworfen worden. Nun wird davon ausgegangen, dass die Rebellen mindestens drei französische Fouga-Flugzeuge und ein westdeutsches Flugzeug zur Verfügung hatten.

In dem Fall drängt Schweden, das Heimatland Hammarskjölds, seit Jahren auf Aufklärung. Der nun neu erstellte Bericht für Uno-Generalsekretär António Guterres, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte, wurde von dem Juristen Mohamed Chande Othman aus Tansania erstellt. Es sollen weitere Untersuchungen folgen.

Othman konnte nach eigenen Angaben eine Reihe von Fragen in dem mysteriösen Fall, der sich inmitten des Kalten Krieges abspielte, nicht lösen. So habe etwa ein belgischer Pilot 1967 angegeben, er habe das Flugzeug von Hammarskjöld abgeschossen. Informationen wurden auch in Südafrika angefordert, das Unterlagen zu einer "Operation Celeste" haben soll, einem angeblichen Mordkomplott gegen Hammarskjöld.

aev/AFP



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