Landtagswahlen im Osten Günther sieht gute Chancen für CDU in Brandenburg, Sachsen und Thüringen

Umfragen sagen der CDU ein hartes Superwahljahr in den ostdeutschen Ländern voraus. Nun zeigt sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther optimistisch, dass die Union stärkste Kraft wird.

Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein im Bundesrat
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Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein im Bundesrat


Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, glaubt trotz hoher Umfragewerte für die AfD an ein erfolgreiches Abschneiden der CDU bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland.

"Ich sehe zumindest alle Chancen dafür, dass die CDU bei allen Landtagswahlen deutlich stärkste Kraft wird und dann auch wieder Regierungsverantwortung entweder übernimmt oder behält", sagte der CDU-Politiker. Im Herbst dieses Jahres werden die Landtage von Brandenburg, Sachsen und Thüringen neu gewählt.

"Die Menschen merken, was auf dem Spiel steht", sagte Günther, der im Norden auch Landesvorsitzender der CDU ist. "Vielen ist auch in diesen Ländern klar, dass es jetzt wirklich darum geht, ob sie ihr Land in den Händen von etablierten Parteien belassen oder ob sie sich auf ganz andere Konstellationen einstellen wollen."

Die CDU könne die Chance nutzen, Menschen klarzumachen, wie wichtig es sei, dass traditionelle Parteien Verantwortung für ein Land tragen, sagte Günther. "Denn die positive Entwicklung, die es gerade in Ostdeutschland gegeben hat, ist ja auch damit verbunden, dass wir dort erfolgreich regiert haben."

Ausgangslage: offen

Tatsächlich ist der Ausgang in allen drei Ländern für die Union länger als ein halbes Jahr vor den Wahlen offen: In Brandenburg liegt sie als Oppositionspartei mit rund 19 Prozent knapp hinter der regierenden SPD und der ebenfalls oppositionellen AfD. In Sachsen liegt die CDU mit 29 Prozent etwa vier Prozentpunkte vor der AfD. In Thüringen sind Linke, AfD und oppositionelle CDU mit gut 20 Prozent fast gleichauf.

In der CDU hofft natürlich nicht nur Günther auf ein gutes Abschneiden seiner Partei im Osten. Die Linie, in allen drei Ländern zu gewinnen, hat auch die Parteichefin ausgegeben. Annegret Kramp-Karrenbauer trat ihren Spitzenposten der Union im Dezember mit der Aussage angetreten, sie wolle die CDU in allen drei Wahlen zur stärksten Partei machen.

Die Bürger in Sachsen und Brandenburg wählen am 1. September ihr neues Landesparlament, die Thüringer am 27. Oktober.



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cht/dpa

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