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24. Februar 2013, 13:53 Uhr

Krisenregion Darfur

Mindestens 50 Tote bei Kämpfen um Goldminen

Der Streit um die Kontrolle über Goldminen ist in der sudanesischen Krisenregion Darfur wieder eskaliert. Mindestens 50 Menschen wurden bei einem Angriff von arabischen Milizionären getötet, berichten Augenzeugen.

Khartum - In der Krisenregion Darfur im Westen des Sudans hat es erneut Kämpfe gegeben. Arabische Milizionäre haben nach Berichten von Augenzeugen am Samstag mehr als 50 Zivilisten getötet. Sudans staatliche Nachrichtenagentur berichtete von 60 Opfern, die bei der Auseinandersetzung zwischen zweier arabischer Stämme ums Leben gekommen seien.

Die Angreifer seien auf Geländewagen in die Stadt Al-Sireaf gefahren und hätten mit Maschinengewehren auf die Einwohner geschossen, sagte ein Einwohner der Nachrichtenagentur AFP. Sie hätten 30 Häuser niedergebrannt.

In Al-Sireaf halten sich Zehntausende Flüchtlinge auf, die Anfang des Jahres wegen Kämpfen ihre Heimatorte in Darfur verlassen hatten.

Die Angreifer gehörten nach Angaben zweier Augenzeugen zum Stamm der Resegat, der mit dem ebenfalls arabischen Stamm der Beni Hussein verfeindet ist. Es geht in dem Streit um die Hoheit über die Region Dschebel Amir, in der sich Goldminen befinden.

heb/AFP/AP

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