Krisenregion Darfur: Mindestens 50 Tote bei Kämpfen um Goldminen

Der Streit um die Kontrolle über Goldminen ist in der sudanesischen Krisenregion Darfur wieder eskaliert. Mindestens 50 Menschen wurden bei einem Angriff von arabischen Milizionären getötet, berichten Augenzeugen.

Khartum - In der Krisenregion Darfur im Westen des Sudans hat es erneut Kämpfe gegeben. Arabische Milizionäre haben nach Berichten von Augenzeugen am Samstag mehr als 50 Zivilisten getötet. Sudans staatliche Nachrichtenagentur berichtete von 60 Opfern, die bei der Auseinandersetzung zwischen zweier arabischer Stämme ums Leben gekommen seien.

Die Angreifer seien auf Geländewagen in die Stadt Al-Sireaf gefahren und hätten mit Maschinengewehren auf die Einwohner geschossen, sagte ein Einwohner der Nachrichtenagentur AFP. Sie hätten 30 Häuser niedergebrannt.

In Al-Sireaf halten sich Zehntausende Flüchtlinge auf, die Anfang des Jahres wegen Kämpfen ihre Heimatorte in Darfur verlassen hatten.

Die Angreifer gehörten nach Angaben zweier Augenzeugen zum Stamm der Resegat, der mit dem ebenfalls arabischen Stamm der Beni Hussein verfeindet ist. Es geht in dem Streit um die Hoheit über die Region Dschebel Amir, in der sich Goldminen befinden.

heb/AFP/AP

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Stammeskämpfe!
Centurio X 24.02.2013
Das ist nichts Neues in Afrika. Vor der erzwungenen Pazifizierung durch die Europäischen Kolonialmächte war das überall Gang und Gäbe. Das Traditionelle setzt sich wieder durch!
2.
Onkel_Karl 24.02.2013
Zitat von sysopDarfur: Mindestens 50 Tote bei Kämpfen um Goldminen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/darfur-50-tote-bei-kaempfen-um-goldminen-a-885260.html)
Was für Zufälle gibt es doch auf der Welt,da hat man erst Mali befreit und jetzt werden die Nachbarländer destabilisiert und bald werden sie laut nach Hilfe rufen und dann kommt NATO als Befreier und schickt eigene Militärberater in die Region...wer soll da schon was böses denken,wenn ganze Länder von Islamisten bedroht werden. In Tschad und Niger brennt es schon an den Grenzen und in Mali greifen Islamisten die Städte wieder an. Man sollte aber die frage stellen woher diese Islamisten kommen und woher sie die Waffen haben,das kann ein gewisser Herr Sarkotzy erklären,denn um seinen best Buddy Gaddafi zu lynchen mussten erst all die Kriminelle und radikale in der Region rekrutiert werden,jetzt sehen wir die Früchte der Politik die "Feind meines Feindes ist mein Freund" heisst,wir schaffen uns selber diese Probleme an,wir züchten Banden und schicken sie ins Jihad aber was nach dem Jihad kommen wird wissen wir nicht,wo sollen all die radikale Gruppen hin....natürlich werden sie weiter ziehen und andere Länder destabilisieren. Es ist verwunderlich wie leichtfertig wir mit Frieden umgehen und wir sinken immer tiefer im Abenteuer Afrika-Demokratie und das schlimmste ist uns nützt es nicht,es kann nicht in unseren Interesse sein an unseren Grenzen Krisenherde zu schaffen,es kann nicht im unseren Interesse liegen wenn aus der Region millionen Flüchtlinge nach Europa kommen und somit EU noch mehr Probleme schaffen,es kann nicht im unseren Interesse liegen auch noch Syrien zu demokratisieren und zwar mit dem Geld aus Saudi Arabien,es ist doch klar dass Prinz Saud nicht mal davon träumt,sie verachten all unsere Werte und unsere Kultur. Wir hinterlassen in demokratisierten Länder nichts als Chaos und Tod aber trotz allem ziehen wir weiter und sind jetzt an Syrien dran,obwohl in Tunesien die Regierung zurücktreten musste und das Land am Rande eines Bürgerkriegs steht,so wie in Ägypten es der Fall ist...In Libyen bekämpfen sich die Stämme und die Regierung hat keine Kontrolle über das Land...das alles kann doch nicht im unseren Interesse sein,unsere Kinder werden uns irgendwann fragen wo unser Verstand war,als wir Islamisten an die Macht verholfen haben und warum wir Politik unterstützt haben die ein Land nach dem anderen besetzt oder destabilisiert hat und nichts als Tränen und Blut hinterlassen haben(Irak,Afganistan) und warum wir an der Seite USA uns ins nächstes Abenteuer stürzen genannt demokratisierung in Nord Afrika gesponsert von Saudi Arabien...dabei haben USA uns mal wieder verraten und ziehen ihre Truppen noch früher als Deutschland aus Afganistan..toller Partner,erst einen Krieg anfangen und zwar auf Grund von Lügen und dann nach 10 Jahren auch noch als erster abhauen und das Land und die Menschen im Stich lassen...das selbe wird in Nord Afrika der Fall sein,USA ist es völlig egal welche Folgen es für Europa haben wird,wenn sie kein Bock mehr haben dann hauen sie auch von da ab und lassen uns mit Problemen alleine.
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Fläche: 1.861.484 km²

Bevölkerung: 36,164 Mio. (2013)

Hauptstadt: Khartum

Staats- und Regierungschef: Umar al-Baschir

*Die Daten beziehen sich auf den Gesamtsudan

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