Datenbank geschlossen US-Außenministerium sperrt Militär aus

Die US-Regierung versucht ihre Daten nach der Veröffentlichung Tausender vertraulicher Dokumente zu sichern. Das Außenministerium schränkte den Zugriff des Pentagons auf seine Datenbanken massiv ein. Das Netzwerk gilt als Hauptquelle für die Wikileaks-Publikationen.


Washington - Als Reaktion auf die brisanten Wikileaks-Veröffentlichungen hat das US-Außenministerium den Zugang der US-Streitkräfte zu seinen internen diplomatischen Dokumenten eingeschränkt. Die Verbindung zwischen der Datenbank des Außenministeriums und dem internen Netzwerk SIPRNet des US-Verteidigungsministeriums und der Streitkräfte sei vorübergehend abgeklemmt worden, sagte ein Außenamtssprecher am Dienstag in Washington.

Angesichts der Veröffentlichung von mehr als einer Viertelmillion diplomatischer Depeschen auf der Internetplattform Wikileaks hatte das State Department strengere Maßnahmen zum Schutz interner Unterlagen angekündigt.

Wie genau die Dokumente an Wikileaks gelangten, ist bislang noch ungeklärt; die US-Justiz hat den Soldaten Bradley Manning in Verdacht, der seit Mai in Haft sitzt. Dass ein relativ niederrangiger Soldat wie Manning Zugang zu geheimen Unterlagen des Außen- und des Verteidigungsministeriums besaß, hatte kritische Fragen nach der Effizienz der Schutzbestimmungen innerhalb der US-Regierung aufgeworfen.

Der Austausch interner Unterlagen zwischen Ministerien und Behörden war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zunächst stark ausgeweitet worden, um die Auswertung und Vernetzung von Informationen zu erleichtern.

jok/AFP/dpa



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Waiguoren 28.11.2010
1.
"Merkel ist methodisch, rational und pragmatisch." Angie kommt doch gar nicht so schlecht weg.
Liberalitärer, 28.11.2010
2. Einstein
Zitat von sysopWie Amerika die Welt sieht - 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium enthüllen die Sicht der US-Diplomatie auf Freund und Feind.
Nein, das sind Einschätzungen und Kritik im Falle D schadet nicht. Niemand hier wird wohl G.W. Bush (den ich für ehrenwert halte) mit Einstein verwechseln.
werner thurner, 28.11.2010
3.
Zitat von sysopWie Amerika die Welt sieht - 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium enthüllen die Sicht der US-Diplomatie auf Freund und Feind.
Dann erfahren wir endlich mal die Wahrheit über die offizielle Denke in den USA. Die Wahrheit , oder annähernd die Wahrheit kann niemals irgendwas beschädigen. Das Verhätnis der USA zu den Verbündeten ist ja bereits durch die Bush Kriegspolitik und das Mitläufertum beschädigt, genauso wie die hierzu mißbrauchte NATO (Bündnsifall bis heute).
Smartpatrol 28.11.2010
4. Nicht schlecht
"Amerikas Botschafter können gnadenlos in der Beurteilung der Länder sein, in denen sie akkreditiert sind." Was man ihnen kaum vorhalten kann. Die Bewertung Westerwelles ist beispielsweise nichts als eine realistische, nüchterne Einschätzung. Keine der genannten Veröffentlichungen macht mir die USA unsympathischer, ganz im Gegenteil.
ramuz 28.11.2010
5. Nein.
Geht man von dem momentanen Level an Vertrauen, Ansehen, Kooperationswillen aus, das/den Akteure anderer Staaten den US entgegenbringen, kann es nicht beschädigt werden aus Sicht der anderen. Wenn die Akteure der US halbwegs intelligent sind, so wissen sie das auch. Theaterdonner halt...
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