Ex-Premierminister David Cameron legt Mandat nieder

Er führte sein Land aus der EU und trat als Premierminister zurück. Nun gibt David Cameron auch seinen Sitz im Parlament auf.

David und Samantha Cameron
REUTERS

David und Samantha Cameron


David Cameron legt sein Mandat im britischen Parlament nieder. Das sagte er dem Sender ITV. Cameron begründete seine Entscheidung damit, dass es ihm als Ex-Premierminister nicht möglich sei, als gewöhnlicher Abgeordneter im Parlament zu sitzen. "Alles was ich tue, wäre eine Ablenkung von der Arbeit der Regierung."

Cameron sagte weiter, er habe seine Nachfolgerin Theresa May bereits über seine Entscheidung informiert, und sie habe "großes Verständnis" geäußert.

Als Premierminister hatte Cameron das Brexit-Referendum vorangetrieben - obwohl er selbst den Verbleib in der EU für richtig hielt. Am 23. Juni stimmten 51,9 Prozent der Briten für den Austritt aus der Europäischen Union. Bereits am nächsten Tag kündigte Cameron seinen Rücktritt an.

Seine Nachfolgerin May, die ihn am 13. Juli als Regierungschefin ablöste, befürwortete im Wahlkampf ebenfalls den EU-Verbleib. Seit sie im Amt ist, wiederholt May jedoch immer den Satz: "Brexit heißt Brexit."

Die EU drückt aufs Tempo und fordert, dass Großbritannien möglichst schnell den Austritt nach Artikel 50 der EU-Verträge beantragt. May hat es jedoch nicht eilig und will sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen.

Der 49-jährige Cameron war seit Juni 2001 Abgeordneter im Wahlkreis Witney im mittelenglischen Oxfordshire. Zunächst hatte er erklärt, dies auch bleiben zu wollen und sogar darüber gesprochen, 2020 erneut anzutreten.

Was bleibt von Premier David Cameron? Wichtige Stationen seiner Karriere in Bildern.

cte



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