Letzter Auftritt als Premierminister Cameron wirbt für enge Beziehungen zur EU

Er verlor die Brexit-Wette gegen die Briten, nun hatte David Cameron seinen letzten Auftritt als Premier im Parlament. Dabei empfahl ausgerechnet er seiner Nachfolgerin, "so nah wie möglich" bei der EU zu bleiben.

David Cameron
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David Cameron


David Cameron war zu Scherzen aufgelegt bei seinem Abschiedsbesuch im Parlament. In seiner letzten Fragestunde im Unterhaus sagte der scheidende britische Premierminister, sein Terminkalender am Nachmittag sehe "recht leer" aus.

Es ist geplant, dass Cameron Königin Elizabeth II. nach der Fragestunde sein Rücktrittsgesuch überreicht, knapp drei Wochen nach dem Referendum, in dem eine Mehrheit der Briten für einen Austritt aus der EU stimmte. Am frühen Abend soll seine Parteikollegin Theresa May dann zur neuen Premierministerin ernannt werden.

Cameron sagte im Parlament in seiner letzten Fragestunde als Premier im Unterhaus, er habe seiner Nachfolgerin geraten, auch nach dem Brexit-Votum "so nah wie möglich" bei der EU zu bleiben. Dies sei auch gut für Schottland, dessen Bevölkerung mehrheitlich gegen einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt hatte.

Tatsächlich wird es die wichtigste Aufgabe von May sein, den geplanten Austritt aus der Europäischen Union zu regeln und negative wirtschaftliche Folgen zu mildern. Noch in dieser Woche könnte sie neue Minister ernennen, hieß es.

Video: Ein Rücktritt und ein "dubi dubi duu"

cte/Reuters/AFP



insgesamt 35 Beiträge
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pragmat 13.07.2016
1. So weit wie möglich?
Na, wie soll´s denn sein? So weit wie möglich?
geboren1969 13.07.2016
2. Brexit light - also doch!
"So nah wie möglich an der EU"! Die Rosinenpickerei geht also munter weiter.
fischersfritzchen 13.07.2016
3. Ja, der Cameron ;-)
Im Grunde ist es in GB auch nicht anders als in jedem beliebige Groß-Konzern, wo der Vorstandsvorsitzende nach grandiosem Scheitern und einer grandiosen Abfindung die klügsten Ratschläge für seine Nachfolger aufgespart hat. "...so nah wie möglich bei der EU bleiben". Großartig! Warum ist da vorher keiner auf diese Idee gekommen ;-)
chardon 13.07.2016
4. @ # 2 Eduschu
Warum so böse? Toleranz bitte, jeder darf seine eigene Meinung haben. Das fordern Sie auch für sich selbst, oder nicht? Wer ist nun der "Besoffene"?
garfield1956 13.07.2016
5. Keine Gnade
Ich wünsche den Schotten die Kraft sich aus dem "Königreich" zu lösen und damit in der EU zu bleiben. Die Engländer sollen gerne Vertragspartner der EU werden, aber ohne Vorteile gegenüber anderen Nicht-EU-Ländern. Diese Arroganz muss ein Ende haben.
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