Deal mit Republikanern: Obama unterzeichnet Steuerkompromiss

Massive Steuerersparnisse auch für reiche US-Amerikaner - das ist der wichtigste Eckpunkt des neuen Steuergesetzes, das Präsident Barack Obama nun unterschrieben hat. Beim Entwurf hatte er sich mit den Republikanern auf einen Kompromiss geeinigt.

US-Präsident Obama: "Echter Unterschied im Leben der Leute" Zur Großansicht
AP

US-Präsident Obama: "Echter Unterschied im Leben der Leute"

Washington - Unterschrift nach zähen Verhandlungen: US-Präsident Barack Obama hat am Freitag das Gesetz zur Verlängerung von Steuererleichterungen für Millionen Amerikaner unterzeichnet. "Es bedeutet echtes Geld, das einen echten Unterschied im Leben der Leute ausmachen wird", sagte Obama. Das Gesetz verlängert unter anderem die von Ex-Präsident George W. Bush eingeführten Steuererleichterungen für Reiche.

Zuvor hatte der Senat der umstrittenen Verlängerung von Steuererleichterungen für Millionen Amerikaner zugestimmt. Das Vorhaben hat ein Volumen von 858 Milliarden Dollar. Es soll die US-Konjunktur ankurbeln, wird aber auch die Staatsverschuldung steigen lassen. Auch das Repräsentantenhaus segnete den Entwurf ab.

Präsident Obama hatte sich mit Vertretern der Republikaner auf einen Kompromiss geeinigt, die Steuererleichterungen auch für wohlhabende Amerikaner zu verlängern.

Die Demokraten hatten bei den Kongresswahlen eine Niederlage erlitten und sind seither zur Zusammenarbeit mit den Republikanern gezwungen. Ursprünglich wollten die Demokraten die Steuervergünstigungen für reiche Bürger zum 31. Dezember auslaufen lassen und nur für Familien mit einem Einkommen unter 250.000 Dollar verlängern.

Dass die geringeren Steuern nun aber auch weiter für Spitzenverdiener gelten sollen, ist ein Kompromiss, den Obama angesichts der neuen Machtverhältnisse im Kongress eingehen musste.

jok/Reuters/dpa

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1. IMHO schlecht durchzuhalten
Flugor 18.12.2010
Zitat von sysopMassive Steuerersparnisse auch für reiche US-Amerikaner - das ist der wichtigste Eckpunkt des neuen Steuergesetzes, das Präsident Barack Obama nun unterschrieben hat.*Beim Entwurf hatte*er sich mit den Republikanern auf einen Kompromiss geeinigt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,735391,00.html
Jene Politik der Republikaner dürfte sich schlecht durchhalten lassen, denn die aktuelle Einkommensverteilung der USA ist nicht nachhaltig, wie man aus den Daten der dortigen Sozialversicherungssysteme entnehmen kann: http://www.ssa.gov/cgi-bin/netcomp.cgi?year=2009 Statt einer normalverteilten Einkommensstruktur, welche ihre Mitte dort hat, wo auch das statistische mittlere Einkommen liegt (wie beispielsweise in Deutschland vorzufinden), haben die USA eine Einkommensstruktur, welche ihr Maximum im Niedriglohnsektor hat, aber das "mittlere Einkommen" gut 35000$ höher liegt. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis dass "die Finanzmärkte" (also die Altersrücklagen der US-Bürger) gegen jenes Risiko zu "spekulieren" beginnen werden. (also es zu fürchten beginnen) 65% aller US-Bürger verdienen weniger als das "mittlere Einkommen"
2. Mittleres Einkommen
Marc S 19.12.2010
Zitat von Flugor65% aller US-Bürger verdienen weniger als das "mittlere Einkommen"
Genau 50% der US-Bürger verdienen weniger als das "mittlere Einkommen". Genau wie in Deutschland oder in jedem anderen Land immer genau 50% weniger als das mittlere Einkommen verdienen werden. Dieses beträgt übrigens 26,000 USD
3. Keine Normalverteilung
Flugor 19.12.2010
Zitat von Marc SGenau 50% der US-Bürger verdienen weniger als das "mittlere Einkommen". Genau wie in Deutschland oder in jedem anderen Land immer genau 50% weniger als das mittlere Einkommen verdienen werden. Dieses beträgt übrigens 26,000 USD
Das trifft nur zu, wenn das Einkommen normalverteilt ist. Das ist es aber nicht. Beispiel: Wenn von 10 Bürgern 9 je 10000$ verdienen, einer jedoch 910000$, dann liegt das Durchschnittseinkommen bei 100000$, jedoch liegen 90% darunter.
4. Mittleres Einkommen != Durchschnittseinkommen
Marc S 19.12.2010
Zitat von FlugorDas trifft nur zu, wenn das Einkommen normalverteilt ist. Das ist es aber nicht. Beispiel: Wenn von 10 Bürgern 9 je 10000$ verdienen, einer jedoch 910000$, dann liegt das Durchschnittseinkommen bei 100000$, jedoch liegen 90% darunter.
Für das durchschnittliche Einkommen trifft ihre Berechnung natürlich zu. Nur handelt es sich beim mittleren Einkommen um den Median und nicht den Durchschnitt. Im von Ihnen beschrieben Beispiel würde das mittlere Einkommen $10,000 betragen. Das durchschnittliche Einkommen ist auch in Deutschland höher als das mittlere Einkommen. zur Berechnung des mittleren Einkommens siehe z.B. hier: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pk/2006/EU-Silc/Statement__Radermacher,templateId=renderPrint.psml
5. Median bringt aber nix
Flugor 19.12.2010
Zitat von Marc SFür das durchschnittliche Einkommen trifft ihre Berechnung natürlich zu. Nur handelt es sich beim mittleren Einkommen um den Median und nicht den Durchschnitt. Im von Ihnen beschrieben Beispiel würde das mittlere Einkommen....
Klar: Der "Zentralwert" (oder Median) würde bei 10000$ liegen. Jedoch wird die "durchschnittliche Bonität" des US-Bürgers vom Mittelwert (Summe aller Werte durch ihre Anzahl) bestimmt und die Mehrzahl der US-Einkommen liegt unterhalb dieses Mittelwertes. Das steht so auch auf der Seite der SSA (Sozialversicherung der USA). Solche Strukturen sind generell nicht nachhaltig, drängen also auf Ausgleich. Hier noch einmal meine Quelle: http://www.ssa.gov/cgi-bin/netcomp.cgi?year=2009
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Bevölkerung: 310,384 Mio.

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Staats- und Regierungschef: Barack Obama

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