Pakistan: Zehntausende demonstrieren für 14-jähriges Taliban-Opfer

Sie trugen Bilder von Malala Yousufzai und lobten ihren Mut. Zehntausende Menschen demonstrierten in Karatschi für die 14 Jahre alte Schülerin, die von Taliban in den Kopf geschossen wurde. Das Ausland hat medizinische Hilfe für das Mädchen angeboten.

Demo in Karatschi: Zehntausende zeigten Solidarität mit Malala Yousufzai Zur Großansicht
AP

Demo in Karatschi: Zehntausende zeigten Solidarität mit Malala Yousufzai

Islamabad - Zehntausende Menschen sind in Pakistans größter Stadt Karatschi auf die Straßen gegangen, um ihre Solidarität für die 14 Jahre alte Malala Yousufzai auszudrücken. Die junge Aktivistin hatte Bildungsmöglichkeiten von Mädchen gefordert und militante Gruppen kritisiert.

Am Dienstag hatten Taliban-Kämpfer dem Mädchen gezielt in den Kopf geschossen. Der afghanische Präsident Hamid Karzai verurteilte den Anschlag und schickte Briefe an führende pakistanische Geistliche und Politiker. "Es ist ein abscheuliches Vorkommnis, mit dem wir uns ernsthaft befassen müssen", schrieb Karzai laut einer Mitteilung seines Büros. Beide Länder sollten demnach im Kampf gegen Extremismus und Terrorismus zusammenarbeiten.

In ihrem Kampf ums Überleben hat Yousafzai ein Hilfsangebot aus dem Ausland erhalten. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten am Sonntag vorgeschlagen, das Mädchen auszufliegen, sagte der pakistanische Botschafter in den Emiraten, Jamil Ahmed Khan, dem Nachrichtensender Geo News. Sollte es medizinisch notwendig werden, stünden drei Krankenhäuser in Dubai und Abu Dhabi für ihre Behandlung bereit.

Malala liegt seit Tagen auf der Intensivstation. Am Samstag hatte das Mädchen erstmals Arme und Beine bewegt, als die Dosierung ihrer Beruhigungsmittel herabgesetzt worden war. Ein Militärsprecher sagte, die Ärzte seien zufrieden mit dem Genesungsprozess.

Die pakistanischen Behörden haben eine Belohnung von rund 77.000 Euro für Hinweise versprochen, die zur Festnahme der Angreifer führen. Die Polizei teilte mit, mindestens drei Menschen, die mit der Attacke in Verbindung stehen, seien festgenommen worden.

Im vergangenen Jahr zählte Yousufzai zu den Nominierten für den Internationalen Kinder-Friedenspreis.

kha/dapd/dpa

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1. Zehntausende demonstrieren für 14-jähriges Taliban-Opfer. Im vergangenen Jahr zählte Yousufzai zu den Nominierten für den Internationalen Kinder-Friedenspreis
bertholdalfredrosswag 14.10.2012
Wer könnte so einer Preisverleihung nicht zustimmen? und gleich den finanziellen Betrag des EU Friedensnobelpreises hinzu für die Förderung der Anliegen diese Mädchens.
2. endlich!
ich-kanns-nicht-glauben 14.10.2012
ich weiß ja nicht, was von unseren Medien ausgesiebt wird - doch hat es mich immer gewundert, daß sich Moslems den Terror von Moslems gefallen lassen - aber scheinbar hat auch das langsam ein Ende.
3. Taliban?
motzman 14.10.2012
Sie schreiben hier von Taliban-Kämpfer. Meinen Sie mit "Kämpfer"diese angeblichen Männer, die einem wehrlosen Mädchen in den Kopf schießen? Für mich sind das feige Schwachmaten mit kranken Köpfen, die sich nur stark fühlen wenn sie bewaffnet u. in der Überzahl sind.
4. nee
dadanchali, 15.10.2012
Zitat von sysopAPSie trugen Bilder von Malala Yousufzai und lobten ihren Mut. Zehntausende Menschen demonstrierten in Karatschi für die 14 Jahre alte Schülerin, die von Taliban in den Kopf geschossen wurde. Das Ausland hat medizinische Hilfe für das Mädchen angeboten. http://www.spiegel.de/politik/ausland/demonstrationen-in-pakistan-fuer-14-jahre-alte-malala-yousufzai-a-861242.html
Wer Menschen bekämpft die Ihre Meinung sagen steht außerhalb jeder Gesellschaft. Es gab schon ohne jeden Grund, nämlich wegen der albernen Mohamed-Karrikaturen , größere Demos in Pakistan. Daher kann ich noch keinen Schulterschluss gegen diese Steinzeitidioten darin sehen. Solange diese Dummreligiösen Rückhalt und Rückzugsraum bekommen, solange ändert sich nichts.
5.
Blaue Fee 15.10.2012
Ein wichtiges Zeichen!
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