Terror in Mogadischu Attentäter sprengt sich vor Hotel in die Luft

Ein Attentäter libysch-somalischer Herkunft soll nach Informationen aus Sicherheitskreisen in Mogadischu mindestens 15 Menschen mit in den Tod gerissen haben. Der Mann sprengte sich vor einem Fünf-Sterne-Hotel in die Luft.

Zerstörtes Hotel Jazeera Palace in Mogadischu: Deutsch-Somalier soll Anschlag begangen haben
REUTERS

Zerstörtes Hotel Jazeera Palace in Mogadischu: Deutsch-Somalier soll Anschlag begangen haben


Der Selbstmordanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu, bei dem am Sonntag mindestens 15 Menschen getötet wurden, ist offenbar von einem Täter libysch-somalischer Herkunft ausgeführt worden.

Der Attentäter soll aber auch mehrere Jahre in in Bonn gelebt haben und ist vermutlich vor einiger Zeit aus Europa nach Somalia zurückgekehrt, hieß es.

Die mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbündete Schabab-Miliz hatte sich zu dem Anschlag auf das Hotel Jazeera Palace bekannt. In dem Hotel, das neben Büros der Vereinten Nationen direkt an der Straße zum Flughafen liegt, verkehren vor allem Diplomaten, Vertreter internationaler Hilfsorganisationen und Regierungsbeamte. Unter den Toten ist ein chinesischer Botschaftsmitarbeiter.

Der Attentäter hatte sich mit einem sprengstoffbeladenen Lastwagen in die Luft gesprengt. Augenzeugen sprechen von einem der verheerendsten Anschläge in Mogadischu seit Jahren. Es war das dritte Mal, dass Schabab-Terroristen das Hotel attackierten.


Anmerkung: In einer früheren Version des Artikel wurde der mutmaßliche Täter als Deutsch-Somalier bezeichnet. Dies hatten mehrere Nachrichtenagenturen und die britische BBC übereinstimmend gemeldet. Nach Recherchen von SPIEGEL ONLINE ist diese Angabe jedoch nicht korrekt. Der Mann soll allerdings länger in Bonn gelebt haben.

syd/dpa



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