New York - Die Bundesregierung hat ihre Hilfen für die Opfer des Konflikts in Syrien um zwölf Millionen Euro erhöht. Mit insgesamt mehr als 67 Millionen Euro leiste Berlin "einen wichtigen Beitrag, um die Not der Menschen in Syrien zu lindern", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) am Mittwoch in New York.
Die zusätzliche deutsche Hilfe sollten die Vereinten Nationen nutzen, "um Flüchtlingsquartiere winterfest zu machen und die Menschen in Syrien mit Essen, lebensnotwendiger Medizin und warmer Kleidung zu versorgen", führte Westerwelle nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin aus. Auch der britische Premierminister David Cameron sagte am Mittwoch bei einem Besuch des Flüchtlingslagers Saatari in Syriens Nachbarland Jordanien zu, die Hilfen seines Landes für die syrischen Flüchtlinge um 14 Millionen Pfund auf 50 Millionen Pfund (62,5 Millionen Euro) aufzustocken.
Wegen des Konflikts in Syrien flohen laut Uno 360.000 Menschen in die Nachbarländer. Im Land selbst sind demnach rund 1,2 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Die Union syrischer ärztlicher Hilfsorganisationen (Uossm) warnte unterdessen davor, dass internationale Hilfe, die an den syrischen Roten Halbmond gehe, größtenteils nicht bei der Zivilbevölkerung ankomme. "90, sogar 95 Prozent" der Hilfen für den Roten Halbmond würden von der syrischen Führung konfisziert, sagte Uossm-Sprecher Taufik Tschamaa in Genf. Sie würden dann an verletzte Regierungsanhänger übergeben.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und das Welternährungsprogramm (WFP) dementierten die Angaben. Es gebe "absolut keine Konfiszierung", sagte WFP-Sprecherin Elisabeth Byrs.
leh/AFP
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