Die Bilder der Irak-Katastrophe: Panorama des Perversen

Tod, Terror, Verzweiflung: Vor exakt fünf Jahren begann Bushs Invasion in den Irak - ein Krieg, der ganz anders verlief als geplant. SPIEGEL ONLINE zeigt die Bilder des dramatischen Feldzugs. Und des wahnwitzigen Fiaskos danach.

Hamburg/Bagdad - Die beiden Männer wirken so friedlich. Sie liegen im Wüstensand, irgendwo in Kuweit. Sie strecken sich, ruhen sich aus an diesem 19. März 2003. Die beiden Männer sind US-Soldaten. Sie liegen neben einem Panzer.

Einen Tag später beginnen sie den Angriff auf den Irak.

Es sind die unvergesslichen Fotos eines inzwischen fünfjährigen Feldzugs: von Soldaten und Zivilisten, vom Sterben und Töten, von Gefängnisfolter und Guerilla-Kampf - vom Kriegspräsidenten George W. Bush und dem Tod des gestürzten Despoten Saddam Hussein.

Die Bilder zeigen die Symbolik der Sieger und Besiegten und die Lage im Land, wie Worte sie kaum beschreiben können: die Kämpfe, den Terror, den Alltag der Armee - und den der ständig bedrohten Zivilisten.

Mehr als 100.000 Menschen fielen diesem Krieg bisher zum Opfer, unter ihnen Tausende Soldaten der US-Armee und ihrer Verbündeten. Das Terrornetzwerk al-Qaida entdeckte den Irak als Operationsgebiet.

Dieser Krieg wurde zum Desaster für die USA - vom Folterskandal im Gefängnis Abu Ghureib bis zum schwierigen Kampf gegen die Aufständischen und den drohenden Bürgerkrieg der Sunniten und Schiiten.

Der Widerstand gegen Bushs Irak-Kurs wuchs auch in den USA. Die Abzugsdebatte prägt bis heute die Politik in Washington und den Präsidentschaftsvorwahlkampf. Überzeugende Antworten hat bisher keiner vorzuweisen - weder für den Irak noch die USA.

Wie aus einer anderen Welt wirkt da das Bild von Bush am 1. Mai 2003. Wie ein Feldherr hatte sich der US-Präsident auf dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" postiert und das weitgehende Ende der Kampfhandlungen verkündet - extrem voreilig, wie sich zeigen sollte.

Stolz trug Bush damals einen Flieger-Overall. Der Jubel kannte keine Grenzen.

flo

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