Dokumentation Bin Ladens angebliche Irak-Botschaft

Terror-Fürst Osama Bin Laden hat sich angeblich in der Irak-Krise zu Wort gemeldet. SPIEGEL ONLINE dokumentiert die Botschaft, die vom arabischen Fernsehsender al-Dschasira ausgestrahlt wurde, in Auszügen:


"Im Namen Gottes des Gnädigen und Allmächtigen. Dies ist eine Botschaft an unsere moslemischen Brüder im Irak.

Wir verfolgen mit äußerster Sorge die Vorbereitungen der Kreuzfahrer, die ehemalige Hauptstadt des Islam zu besetzen, die Reichtümer der Moslems zu plündern und ein Marionettenregime zu installieren, das auf seine Herren in Washington und Tel Aviv hört, so wie die anderen Verräter der arabischen Marionettenregierungen, um den Traum der Zionisten von einem Groß-Israel zu verwirklichen.

Es ist unter solchen Umständen nicht schlimm, wenn die Interessen der Moslems und der Sozialisten (der regierenden Baath-Partei im Irak) zusammentreffen im Krieg gegen die Kreuzfahrer. Dies ändert nichts an unserem Glauben und unserer Erklärung, dass die Sozialisten Ungläubige sind. Die Sozialisten sind Ungläubige, egal ob sie in Bagdad sitzen oder in Aden.

Wir betonen die Bedeutung von Märtyrer-Operationen, denn diese Angriffe haben die Amerikaner und Israelis geängstigt wie nichts zuvor in der Geschichte. Wir machen auch deutlich, dass jeder, der Amerika hilft, Moslems im Irak zu töten, von den irakischen Heuchlern bis zu den arabischen Herrschern, wer auch immer an ihrer Seite kämpft oder ihnen Stützpunkte oder logistische Hilfe anbietet oder eine andere Form der Hilfe, selbst wenn es nur mit Worten ist, dann sollte er wissen, dass er vom Glauben abgefallen ist.

Zu den Gebieten, die bereit sind, (von ihren Amerika-hörigen Regierungen) befreit zu werden, gehören Jordanien, Marokko, Nigeria, Pakistan, das Land der zwei heiligen Stätten (Saudi-Arabien) und der Jemen."

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