Eintrittsgeld für Trump-Rede "Bitte halten Sie Bargeld bereit"

Donald Trump ist sehr, sehr reich - niemand betont das häufiger als Donald Trump. Deshalb will er auch keine Spenden für seinen Wahlkampf. Doch nun ist der Republikaner bei einem Event aufgetreten. Eintritt: 100 Dollar. Zahlbar an Trump.

Schilder vor dem Event-Gelände in Massachusetts: Bargeld oder Schecks bitte!
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Schilder vor dem Event-Gelände in Massachusetts: Bargeld oder Schecks bitte!


Die Schilder vor dem Luxus-Anwesen in Norwood im US-Bundesstaat Massachusetts waren eigentlich eindeutig: "Bitte halten Sie Bargeld oder ausgefüllte Schecks bereit. Zahlbar an: Donald J. Trump for President, Inc." und "Eintritt: 100 Dollar pro Person".

Es ist Wahlkampf in den USA. Und das bedeutet auch: Zeit für Spendenaktionen, die sogenannten Fundraiser. Dabei sammeln Politiker von ihren Unterstützern Geld ein, das Rennen ums Weiße Haus ist schließlich empfindlich teuer.

Trump in Norwood: "Das hier ist kein Fundraiser"
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Trump in Norwood: "Das hier ist kein Fundraiser"

Einer allerdings will von solchen Aktionen nichts wissen - Donald Trump. Keine Fundraiser, keine Spenden, das hatte der Republikaner in seiner Antrittsrede im Juni klar gemacht: "Ich brauch von niemandem Geld. Ich nehme mein eigenes. Ich brauche keine Lobbyisten, keine Spender. Ich bin wirklich reich."

Das ist richtig, das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" schätzt das Vermögen des Baulöwen auf rund vier Milliarden Dollar. Genug für mehr als einen Wahlkampf.

Doch nun in Norwood kostete das Event 100 Dollar, ausgerichtet wurde es von einem reichen Autohändler aus der Gegend. Dafür bekamen die zahlenden Gäste edle Speisen serviert, eine Liveband und natürlich eine Trump-Rede zu hören. Klassisches Fundraiser-Programm.

Schon in den vergangenen Wochen hatte sich abgezeichnet, dass Trump von seinem strikten Keine-Spenden-Kurs abweichen könnte. Seit einiger Zeit gibt es auf seiner Kampagnenseite im Internet einen Spendenknopf. Zehntausendfach gingen bereits kleinere Beiträge ein. "Mir gefällt die Idee, dass jemand in eine Kampagne investiert", sagte Trump kürzlich dem US-Sender CBS. "Aber daran dürfen keine Bedingungen geknüpft sein."

Trump-Unterstützer: Wer den Kandidaten hören will, muss zahlen
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Trump-Unterstützer: Wer den Kandidaten hören will, muss zahlen

Normalerweise erwarten nämlich zumindest die Großspender von einem siegreichen Kandidaten auch eine Gegenleistung für ihre Unterstützung. Darauf hat Trump nach eigenen Angaben keine Lust. "Wir lehnen Millionen von Dollar ab", hatte er vor kurzem noch geprahlt. Damit könnte es nun vorbei sein.

So ganz im Reinen scheint Trump mit dem neuen Kurs aber noch nicht zu sein. Immer wieder betonte er in Norwood, dass es sich bei dem Event selbstverständlich "nicht um einen Fundraiser handelt". Man wolle nur die Kosten decken.

Auch zur Höhe der Eintrittsgebühr hatte der Republikaner seine eigene Version parat - 100-Dollar-Preisschild am Eingang hin oder her. Jeder Besucher, so Trump, habe selbst entscheiden können, wie viel er bezahlen möchte.

jok/AP



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insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
marthaimschnee 29.08.2015
1.
Warum ist der wohl so stinkreich?
CommonSense2006 29.08.2015
2. Na und
einen Hunderter für gutes Essen eine Liveband und einen Redner (Ob man ihn mag oder nciht, mag ich mal dahingestellt lassen) ist nun wirklich nicht zuviel und dürfte die Kosten gerade mal decken. Nicht, dass ich den Kerl mögen würde, aber was versucht der Artikel zu suggerieren? Dass Trump sein Wort brechen würde? Das kann ich wirklich nicht erkennen.
hockeyversteher 29.08.2015
3. Steht der Trump
eigentlich in Deutschland zur Wahl, dass sich SPON so derart massiv an dem Clown abarbeitet? Oder will man seinem selbst ernannten "Bildungsauftrag" nachkommen und in der Angst, dass der ein paar Themen, die auch hier Relevanz haben, so aufbaut, dass die Art und Weise auch hier polemische Nachahmer finden könnte? Wohl eher letzteres. Der/die kluge "Linke" baut halt schon mal vor. Da ist es auch egal, dass jeder Kandidat, auch Obama mit allen Mitteln Spenden eintreibt. Die Variationen dafür sind vielfältig. Macht es aber Trump, wird aus einem, in einem US-Wahlkampf völlig normalen Vorgang, der dort niemanden anhebt, eine Meldung, um den Mann zu diskreditieren. Man baut mal wieder auf die Ergebenheit und Unwissenheit des eigenen Publikums und der Phantasie, das hier der einzig wahre Weg der Demokatie und das einzig wahre Gesellschaftsmodell Zuhause ist. Es ist schon witzig. Was haben die Linken dagegen gewettert, wenn andere Deutschland als Model hoch gehalten haben. Ob den nun schon wieder die ganze Welt am Deutschen Wesen genesen soll - war die polemische Masterfrage. Folgen derzeit andere (Ungarn, Osteuropäer etc.) den Vorstellungen der hiesigen Medien von einer offenen Gesellschaft nicht, finden die sich im verbalen rechten Sumpf wieder oder es wird Trump in die Nähe von Korruption geschoben. Das ist so durchsichtig!
Das Pferd 29.08.2015
4.
Zahlbar an Trump ist einfach falsch. Zahlungsempfänger ist eine Inc. http://www.p2016.org/trump/trumporg.html Immer schön genau bleiben, auch wenn es gegen Trump geht.
gandhiforever 29.08.2015
5. Trump
Trump. laut eigenen Angaben nicht 4 sondern mindestens 10 Mia. Dollars schwer, nimmt es nicht so genau. Egal, ob es um sein Vermoegen, die Zahl seiner Zuhoerer, Spenden geht. Bei seinen Plaenen nimmt er es wohl auch nicht so genau, Hauptsache, die Leute glauben ihm. Sie glauben ihm sicher auch , dass er Mitglied der Marble Collegiate Church ist, denn das behauptet er. Die Kirche nennt ihn aber nicht als aktives Mitglied. Es handelt sich um eine Reformierte Kirche, seine Eltern gehoerten dazu, doch Trump bezeichnet sich ja als Presbyterianer. Auch das werden ihm seine Fans glauben. Und solange die Fans Trump alles glauben, also auch, dass er nicht von Spenden abhaengig ist, solange wird Herr Trump ihnen gefallen. Wie lange das anhalten wird, das wissen nur die reformierten/presbyterianischen Goetter.
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