Trump "Wir haben 100 Prozent des IS-Gebiets übernommen"

In Syrien will Donald Trump 100 Prozent des vom "Islamischen Staat" besetzten Territoriums eingenommen haben. Das teilte er US-Soldaten mit. Doch bisher bestätigt niemand seine Aussage.

Donald Trump
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US-Präsident Donald Trump hat behauptet, dass die restlichen Gebiete unter der Kontrolle der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien zurückerobert worden seien. Man habe das Gebiet zu "100 Prozent" übernommen, sagte Trump bei einer Zwischenlandung in Alaska vor US-Soldaten. Ein Sprecher des Pentagons wollte sich zunächst nicht zu der Aussage äußern und verwies ans Weiße Haus.

In den vergangenen Wochen erklärte Trump mehrfach, die Rückeroberung der restlichen Gebiete stehe unmittelbar bevor. So sagte er am 15. Februar, die Erklärung über das Ende des "Kalifats" des IS werde in den nächsten 24 Stunden erfolgen. Letztlich kam eine solche Stellungnahme dann aber nicht.

Kein Kommentar von Kräften vor Ort

Adnan Afrin, Kommandeur der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), wollte Trumps Aussagen nicht kommentieren. Wenn man etwas zu verkünden habe, werde man das rechtzeitig tun, erklärte Afrin.

SDF-Chefkommandeur Mazloum Kobani hatte in einem Video erklärt, der Sieg über den IS könne in einer Woche verkündet werden. Veröffentlicht wurde es an diesem Donnerstag. Es ist aber unklar, wann das Video aufgenommen wurde. Die SDF hatten am 10. Februar eine Offensive auf die letzte syrische Bastion des IS, den Ort Baghus, begonnen.

Im Irak hatte die Regierung bereits im vergangenen Jahr den Sieg über die Dschihadisten verkündet. Allerdings kommt es dort weiterhin zu Anschlägen, die der IS für sich reklamiert.

sth/dpa/rtr



insgesamt 2 Beiträge
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wassolldasdenn52 01.03.2019
1. Trumps Visionen
Man bekommt den Eindruck, als sei der Präsident völlig von Sinnen. Hat er die Realität verpasst? Jeder, der die Nachrichten aufmerksam verfolgt, weiß, daß dieser sogenannte IS längst nicht ausgeschaltet ist, außer eben Trump. Er möchte zu gern mit Erfolgsmeldungen aufwarten, um als "Größter" in die Geschichtsbücher eingehen zu können. So spekulierte er vor dem Gipfel mit Kim möglichst den Friedensnobelpreis zu bekommen. Doch auch, wenn Obama diesen vielleicht etwas vage erhielt, wird Trump ihn mit seiner friedensgefährdenden "Hauruck-Politik" hoffentlich nie bekommen. Das wäre das Falsche Signal, denn Wunsch und Wirklichkeit klaffen gerade, wenn es um die IS-Gebiete geht, doch sehr weit auseinander. Ich denke, die Skandinavier sind klüger und lassen sich da nicht beeinflussen. Auch, wenn man sich im Interesse der Menschlichkeit sehnlichst wünschen würde, dass der verdammte Krieg so unblutig und schnell beendet wird, aber leider ist Trump nicht der Richtige, der da konkreten Einfluss nimmt. Das Türken/Kurden-Problem und die Vorstellungen Putins sind weitere Faktoren, die nicht zu unterschätzen sind. Wir wollen Frieden für Alle.
thor.z1367 01.03.2019
2. Bei Trump gibt es nur Siege und zu 100%
Das Trump keine Maß kennt ist doch bekannt. Er kennt nur den Erfolg und wenn er es sich schön redet.Aber dann zu 100%
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