Fall Stormy Daniels Trumps Anwälte fordern privaten Schlichter

Nächste Runde im Fall Stormy Daniels: Donald Trumps Anwälte versuchen jetzt, den Streit über eine angebliche Affäre des Präsidenten mit dem Pornostar nicht vor Gericht, sondern über einen privaten Schlichter zu regeln.

Stormy Daniels
DPA

Stormy Daniels


Hatte Donald Trump Sex mit Stormy Daniels? Der US-Präsident hat in dem Streit über eine angebliche Affäre mit dem Pornostar erneut seine Anwälte in Stellung gebracht. Ein Bundesrichter in Los Angeles soll Daniels dazu zwingen, den Streit über eine Geheimhaltungsvereinbarung nicht vor Gericht, sondern im Rahmen einer privaten Schlichtung klären zu lassen.

Einen entsprechenden Antrag habe Trumps persönlicher Anwalt Michael Cohen eingereicht. Dieser hatte Daniels angeblich 130.000 Dollar Schweigegeld geboten. Daniels behauptet, im November 2016 nur aus Angst vor neuen Drohungen eingewilligt zu haben. Sie will jetzt erreichen, dass das Gericht die Vereinbarung für nichtig erklärt, und beantragte dies bei dem Gericht in Los Angeles.

Kurz vor Ostern hatte ein Richter bereits einen Antrag der Pornodarstellerin abgelehnt, eine Aussage von Trump vor Gericht zu erzwingen. So solle die Frage geklärt werden, ob Trump von einer Schweigevereinbarung hinsichtlich einer angeblichen Affäre wusste.

Cohen gab die Zahlung im Februar zu, äußerte sich jedoch nicht zu deren Grund. Die Summe will er aus eigener Tasche bezahlt haben. Der Anwalt äußerte sich auch nicht dazu, ob Trump seinerzeit von der Zahlung wusste.

als/AP

insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
drent 03.04.2018
1. Nicht privat,
sondern vor Gericht. Die Welt hat ein Anrecht darauf, endlich Einzelheiten zu wissen: wie oft, welche Stellungen, irgendwelche Besonderheiten etc.
Sakuraba 03.04.2018
2. Interessant
Wenn es keine Affäre gab warum dann einen privaten Schlichter unter Ausschluss der Öffentlichkeit nutzen?
wokri 03.04.2018
3. Das stinkt
,wie so vieles, bei Trump zum Himmel. Ich hoffe das er vor Gericht aussagen muss.
jujo 03.04.2018
4. ....
Eine private Schlichtung hat immer einen Nachgeschmack. Es darf niemand mehr sagen, das es eine Affäre gab aber jeder weiß das es sie gab. Denn wozu sollte die Schlichtung in Trumps Sinne sonst gut sein?
s.l.bln 03.04.2018
5. Interessant
In den USA gibt es juristisch die Möglichkeit, in Prozessen das Urteil eines privaten Schlichters zu erstreiten? Was wäre das denn anderes, als die hier im Geheimen rechtsprechenden muslimischen "Friedensrichter", welche an der Justiz vorbei ein paralleles Rechtssystem etablieren? Da soll noch jemand behaupten, der Islam gehöre nicht zum Westen...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.