Russlandaffäre Trumps Top-Anwalt zurückgetreten

Er sollte Donald Trump in der Russlandaffäre juristisch zur Seite stehen - nun hat der Anwalt John Dowd hingeschmissen. Der Grund: Der US-Präsident hörte nicht auf ihn.

John Dowd
REUTERS

John Dowd


John Dowd war der wichtigste Rechtsberater von US-Präsident Donald Trump in der Russlandaffäre. Nun hat der Jurist seinen Posten aufgegeben, wie die "New York Times" berichtet.

Dowd hatte die Leitung des Anwaltteams im vergangenen Sommer übernommen, soll aber bereits mehrmals darüber nachgedacht haben, seinen Job zu kündigen. Nun sei er zu dem Schluss gekommen, dass der Präsident seine Ratschläge mehr und mehr ignoriere.

Der Nachrichtenagentur AP bestätigte der 77-Jährige den Zeitungsbericht. Er "liebe den Präsidenten" und wünsche ihm nur das Beste, zitiert AP aus einer E-Mail des Juristen.

Trump will vor Mueller aussagen

US-Sonderermittler Robert Mueller untersucht die mutmaßlichen russischen Wahlkampfeinmischungen sowie mögliche illegale Verbindungen zwischen dem Lager des heutigen Präsidenten Trump und Moskau im Wahlkampf 2016.

Trump bestreitet eine Wahleinmischung seitens Russlands. Er bezeichnet Ermittlungen, die auch eine etwaige Zusammenarbeit seines Wahlkampfteams mit Moskau untersuchen, als Hexenjagd.

Trump hatte noch am Donnerstag auf eine Frage gesagt, er würde gern vor Mueller aussagen. Seine Anwälte wurden in den vergangenen Wochen immer wieder so zitiert, dass sie das für keine gute Idee halten.

Am Wochenende hatte Dowd erklärt, er wünsche ein Ende der Ermittlungen Muellers. Das Weiße Haus hatte sich später genötigt gesehen, dies bedeute keine Aufforderung, Mueller zu feuern.

dop/AP/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.