Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Trump attackiert eigene Partei: "Sie machen einen großen Fehler"

US-Politiker Trump: "Ich bin derjenige, der Hillary schlagen kann" Zur Großansicht
DPA

US-Politiker Trump: "Ich bin derjenige, der Hillary schlagen kann"

Die Tea Party liebt ihn, das Partei-Establishment verachtet ihn: Führende Republikaner beraten, wie sie Donald Trump als Präsidentschaftskandidaten doch noch verhindern können. Der Multimilliardär reagiert Trump-typisch.

Seit Monaten übertrifft sich Donald Trump regelmäßig selbst mit wilden Statements, politisch unkorrekten Behauptungen und Attacken gegen Minderheiten. Manchmal lügt er auch einfach. Nun aber könnte es der Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner übertrieben haben.

Nach der heftigen Kritik führender Konservativer an seiner Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime hat Trump die republikanische Partei davor gewarnt, seine Kür zum Präsidentschaftskandidaten zu durchkreuzen. Wenn führende Republikaner glaubten, seine Nominierung verhindern zu können, "machen sie sich etwas vor", sagte Trump am Sonntag im Fernsehsender Fox News. "Ich werde gewinnen, mein ganzes Leben dreht sich nur ums Gewinnen. Mit mir geht es nicht bergab, sondern immer nur nach oben."

Laut einem Bericht der "Washington Post" hatten Spitzenpolitiker der Republikaner kürzlich bei einem Abendessen darüber beraten, wie sie Trumps Wahl beim Nominierungsparteitag im Juli verhindern können, sollte er die parteiinternen Vorwahlen gewinnen. Viele bevorzugen Senator Ted Cruz, der in den Umfragen zuletzt aufholte.

"Ich denke, sie machen einen großen Fehler", sagte Trump dazu. "Ich bin derjenige, der Hillary schlagen kann", fügte er mit Blick auf seine demokratische Rivalin Hillary Clinton hinzu.

Ihm sei aber klar, dass er mit seiner Kampagne bei vielen Mitgliedern der Partei Unbehagen auslöse, so Trump weiter. Und dann, an eben diese Mitglieder gerichtet: "Leute, es tut mir leid, dass ich das machen muss. Aber ihr müsst Euch daran gewöhnen, so ist das manchmal im Leben."

Trump hatte vor einer Woche ein vorübergehendes Einreiseverbot für Muslime gefordert und damit Entrüstung ausgelöst. Bei Fox News wiederholte er seine Aussagen und erklärte: "Das sind kranke Leute, da geht eine Krankheit um."

Cruz holt auf - Trump teilt aus

Das konservative Establishment verfolgt den populistischen Kurs des politischen Seiteneinsteigers schon länger mit Unbehagen und fürchtet, dass Trumps polterndes Auftreten und seine bisweilen fremdenfeindlichen Äußerungen Wähler aus der Mitte verprellen könnten.

Trump liegt in den Umfragen zur republikanischen Präsidentschaftskandidatur seit Monaten an der Spitze. Laut einer Umfrage für das "Wall Street Journal" und dem Sender NBC liegt der Milliardär auch nach seinen jüngsten Äußerungen gegen Muslime mit 27 Prozent in Führung.

Laut einer Umfrage der Zeitung "Des Moines Register" aus dem US-Bundesstaat Iowa hat sich dagegen der Senator Cruz, ein Liebling der erzkonservativen Tea Party, an die Spitze gesetzt. In Iowa finden Anfang Februar die ersten Vorwahlen statt.

Über Cruz sagte Trump übrigens zuletzt, dieser sei "ein klein wenig wahnsinnig".

Fotostrecke

10  Bilder
US-Wahlkampf: Zehn Thesen, an die Donald Trump glaubt

jok/AFP

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 55 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. So so....
friedrichgadow 14.12.2015
Herr Trump kennt sich also aus mit "ein klein wenig wahnsinnig" - das ist doch schon mal ein Anfang. Wenn dann noch Selbsterkenntnis dazu kommt.....
2. Zitat Trump
aurichter 14.12.2015
"Mit mir geht es immer nur nach oben". Ja lustig, vielleicht ja demnächst ganz weit nach oben und furchtbar schnell. Zum Mond schiessen wäre nach oben, aber ohne Rückflug ticket. Der Blick von dort wird Ihn sicher faszinieren. Ein kleiner Schritt für Ihn auf die Oberfläche, aber ein großer Schritt für die Menschheit, weil ab dann ohne Hetzer, Verleumder und Rassistischen, denn das ist der Mensch ohne Zweifel.
3.
dwg 14.12.2015
Zwar mag ich Herrn Trump auch nicht besonders und finde seine Ansichten fatal, jedoch finde ich auch die Photo-Auswahl zu seiner Person hier fatal. Bei jedem Menschen finden sich Sekundenbruchteile, in denen man eine Grimasse schneidet. Es ist aber nicht so, daß Herr Trump ständig grimassierend durch die Welt läuft. Facit: Die Auswahl ist bewusst verunglimpfend.
4. Und ich habe geglaubt, Bush kann man nicht mehr unterbieten!
rskarin 14.12.2015
"Ich werde gewinnen, mein ganzes Leben dreht sich nur ums Gewinnen. Mit mir geht es nicht bergab, sondern immer nur nach oben." Ist der Kerl so blöd, sind seine Zuhörer so blöd, daß man ihnen so etwas erzählen kann oder was ist los? Es gab schon viele, die so etwas geglaubt haben: auffälligerweise gerade die, die dann am heftigsten auf die Schnauze gefallen sind. Ich hoffe auf den Restverstand der amerikanischen Bürger, die Welt vor diesem Wahnsinnigen zu schützen!
5. Wenn Donald Trump sagt
heinzpeter0508 14.12.2015
"das sind kranke Leute, da geht eine Krankheit um", dann steht das im Einklang mit einem Artikel vor einigen Monaten in der Neuen Zürcher Zeitung, sagend "der Mensch ist unheilbar religiös". Man braucht da auch nicht weiter auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse hinzuweisen, dass das Universum nach dem Urknall vor ca. 13 Milliarden Jahren entstand, die Erde vor ca. 4 Milliarden Jahren aus Planetenstaub. Alles nur natürliche, chemische, physikalische und biologische Entwicklungen, und nicht das Werk eines Gottes, Allah, oder Jaweh. Bibel und Koran sind "man-made patched up books", wie Christopher Hitchins jahrelang recherchiert hat. Weiterer Kommentar zu den "man-made" Religionen und deren Anhänger erübrigt sich somit.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




US-Vorwahlen

Fläche: 9.833.517 km²

Bevölkerung: 318,857 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | USA-Reiseseite



Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: