USA Donald Trump bekennt sich nun doch zur Nato-Beistandsgarantie

Beim Nato-Gipfel hatte er die Beistandsgarantie nicht erwähnt - zum Ärger der Alliierten. Nun erklärte US-Präsident Donald Trump, dass er zu Artikel 5 des Bündnisvertrags stehe.

Donald Trump
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Donald Trump


Donald Trump hat sich erstmals in deutlichen Worten zur Beistandspflicht der Nato bekannt. "Ich verpflichte die Vereinigten Staaten zu Artikel 5", sagte der US-Präsident am Freitag in einer Pressekonferenz mit dem rumänischen Staatschef Klaus Johannis in Washington. "Natürlich sind wir da, um zu schützen."

Artikel 5 des Nordatlantikvertrags verpflichtet die Mitgliedstaaten zum Beistand im Fall eines bewaffneten Angriffs auf einen Bündnispartner.

Beim Nato-Gipfel vor zwei Wochen in Brüssel hatte Trump das Stichwort in einer Rede nicht genannt. Das hatte für Irritationen gesorgt. Seine Berater betonten später, der Republikaner fühle sich dem Artikel 5 verpflichtet.

Trump hatte die Nato im Wahlkampf wiederholt kritisiert und die Zukunftsfähigkeit des Bündnisses in Frage gestellt. Er verlangt von den anderen Mitgliedern, dass sie ihre Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen. Diese Forderung wiederholte er auch am Freitag.

cvo/dpa/AFP



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sarisaltuk, 10.06.2017
1. Reihenfolge ändern!
Bei seinen Versuchen, frei zu sprechen, verfält Herr Trump immer wieder auf seine Lieblingsthemen und kommt vom eigentlichen Thema seines Vrtrags ab. Er vergisst dann augenscheinlich, dass er der Repräsentant einer Nation ist und trägt stattdessen seine ganz persönlichen Ansichten vor. Das kann man bei allen seiner Reden beobachten. Es ist auch für einen Präsidenten (Vorsitzenden) keine Schande, wenn er eine Spickzetel oder ein Redemanuskript dabei hat, an dem er von Zeit zu Zeit seinen Kurs ablesen kann und überprüfen, ob er alles Wichtige erwähnt und nichts ausgelassen hat – ganz im Gegenteil. Mich wundert sehr, dass bei einem so bedeutenden Amt ganz offensichtlich keine Background-Einrichtung vorhanden ist (Berater oder so), die eine geplante Rede noch einmal kritisch gegenliest. Dass man stattdessen den Mann einfach machen lässt und die Schäden nachher reperiert. Die Pirouetten und 180-Grad-Wendungen Trumps – siehe jüngst zu Katar – sind in der internationalen Politik ein neues Phänomen und stärken bestimmt nicht das Vertrauen in die US-Politik. Also: Bißchen mehr Sorgfalt und (Selbst-)Kontrolle, liebe Trump-Administration! Besser erst denken (Fakten checken) – und dann reden! Nicht umgekehrt!
stefan211 10.06.2017
2. Unglaubwürdig
In diesen Presidenten hat man doch kein Vertrauen. Morgen twittert doch bestimmt wieder das Gegenteil. Die Zeiten in denen wir uns auf den Verbündeten USA verlassen konnten sind erst mal vorbei.
Bueckstueck 10.06.2017
3.
Zitat von sarisaltukBei seinen Versuchen, frei zu sprechen, verfält Herr Trump immer wieder auf seine Lieblingsthemen und kommt vom eigentlichen Thema seines Vrtrags ab. Er vergisst dann augenscheinlich, dass er der Repräsentant einer Nation ist und trägt stattdessen seine ganz persönlichen Ansichten vor. Das kann man bei allen seiner Reden beobachten. Es ist auch für einen Präsidenten (Vorsitzenden) keine Schande, wenn er eine Spickzetel oder ein Redemanuskript dabei hat, an dem er von Zeit zu Zeit seinen Kurs ablesen kann und überprüfen, ob er alles Wichtige erwähnt und nichts ausgelassen hat – ganz im Gegenteil. Mich wundert sehr, dass bei einem so bedeutenden Amt ganz offensichtlich keine Background-Einrichtung vorhanden ist (Berater oder so), die eine geplante Rede noch einmal kritisch gegenliest. Dass man stattdessen den Mann einfach machen lässt und die Schäden nachher reperiert. Die Pirouetten und 180-Grad-Wendungen Trumps – siehe jüngst zu Katar – sind in der internationalen Politik ein neues Phänomen und stärken bestimmt nicht das Vertrauen in die US-Politik. Also: Bißchen mehr Sorgfalt und (Selbst-)Kontrolle, liebe Trump-Administration! Besser erst denken (Fakten checken) – und dann reden! Nicht umgekehrt!
Das Problem is halt, Trump glaubt von sich ein guter Redner zu sein und seine Lakaien haben nicht den Mut ihn mit seinen Fehlern zu konfrontieren, da man befürchten muss, er fällt dann in seine reality-tv Rolle und fängt an Leute zu feuern. Sein Redeproblem geht ja noch tief, oft schweift er nicht nur komplett vom Thema ab um irgendetwas belangloses aber für ihn wichtiges zu proklamieren, er schafft es dann auch nicht diesen Gedanken zuende zu bringen und springt mitten im Satz zum nächsten persönlichen Thema - ich denke, hier ist Narzismus mit seinem Alter und weiteren Persönlichkeitsdefekten am Werk. In der Summe ist er mental und von der Persönlichkeit her schlicht nicht Amtsfähig.
ersnk 10.06.2017
4. "...Trump bekennt sich nun doch..."
Ebenso erwartbares wie fadenscheinig - durchsichtiges Manöver eines infantilen Narziss, der innenpolitisch extrem unter Druck steht, aber trotzdem Handlungsfähigkeit demonstrieren will. Die G20-Show ist ja noch nicht vorbei. Ich rate, abzuwarten, ob das "Bekenntnis" diesen Termin überlebt.
Rheinlandpragmatiker 10.06.2017
5.
"Donald Trump bekennt sich nun doch zur Nato-Beistandsgarantie" Zumindest mal die nächste halbe Stunde - aber auch dafür würde ich nicht die Hand ins Feuer legen ;-)
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