Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Trump-Niederlage in Iowa: Klar, jetzt sind's wieder die Medien

AFP

Bei den Vorwahlen in Iowa landete Donald Trump auf Platz zwei. Von einer Schlappe will der Republikaner aber nichts wissen. Stattdessen schaltet er schon wieder auf Angriff. Ziel: die Medien.

Das hatte sich Donald Trump sicher anders vorgestellt: Bis zuletzt lag der Immobilientycoon bei den Umfragen im Tableau der Republikaner ganz vorne - der einzig angemessene Platz nach dem Selbstverständnis des Skandalmilliardärs. Doch dann kam Iowa, der Auftakt der US-Vorwahlen zum Rennen um den Einzug ins Weiße Haus. Und Trump? Landet auf Rang zwei - hinter dem evangelikalen Hardliner Ted Cruz.

Eine Schlappe? Davon will der Republikaner nichts wissen. Die Ergebnisse aus dem Bundesstaat im Mittleren Westen der USA sind erst einige Stunden alt, da beschwert sich der Republikaner über die Medien. Diese hätten über sein "großartiges" Ergebnis in Iowa "nicht fair berichtet". Schließlich habe er für einen Rekord bei der Wahlbeteiligung gesorgt - und das zweitbeste Resultat in der Geschichte erhalten.

Kurz darauf legt der Unternehmer nach. In New Hampshire, wo die nächsten Vorwahlen am 9. Februar stattfinden, werde er unter anderem über die "unfaire Behandlung durch die Medien" sprechen.

Doch auch bei den Wählern lädt Trump seinen Unmut ab. Diese würden nicht wertschätzen, dass er seine Kampagne mit eigenen Mitteln finanziert. "Ich mache das weiter, aber es lohnt sich nicht."

Und schließlich war dann auch noch der direkte Gegenkandidat verantwortlich für das mäßige Trump-Ergebnis. Cruz habe, so Trump auf Twitter, während der Wahl eine Falschmeldung veröffentlicht, wonach Ben Carson seine Kandidatur zurückziehe. Verbunden mit der angeblichen Aufforderung, statt für Carson doch einfach für Cruz zu stimmen.

In Iowa kam Donald Trump auf 24,3 Prozent der Stimmen und landete damit nur knapp vor dem überraschend starken Marco Rubio (23,1 Prozent). Ted Cruz gewann mit 27,1 Prozent. Bei den Demokraten setzte sich Hillary Clinton hauchdünn von dem Linken Bernie Sanders durch.

Pressestimmen: So kommentieren US-Medien das Ergebnis der Vorwahl in Iowa

Ergebnisse der US-Vorwahlen

kev

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fläche: 9.833.517 km²

Bevölkerung: 318,857 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | USA-Reiseseite


Fotostrecke
Vorwahlen in Iowa: Die Last-minute-Charmeoffensive

Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: