Donald Trump Versöhnungsbesuch im CIA-Hauptquartier

"Ich stehe zu 1000 Prozent hinter euch": An seinem ersten Tag als US-Präsident hat Donald Trump den Mitarbeitern der CIA für ihre Arbeit gedankt. Vor einer Woche hatte er sich noch über sie beklagt.


US-Präsident Donald Trump hat an seinem ersten Amtstag das Hauptquartier der CIA im US-Bundesstaat Virginia besucht. Offenbar sollte es eine Geste des guten Willens sein. Trump dankte den Männern und Frauen des Geheimdienstes: Bei der CIA seien "wirklich besondere, großartige Menschen", sagte Trump vor rund 400 Mitarbeitern. "Nur wenige könnten den Job machen, den ihr macht."

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Heft 4/2017
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Trump hatte sich in den vergangenen Wochen wiederholt mit den Geheimdiensten angelegt. So äußerte er starke Zweifel an ihrer Einschätzung, nach der Moskau gezielt versucht hat, die US-Wahl zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Diese Haltung korrigierte Trump erst kürzlich. Auf seiner jüngsten Pressekonferenz in der vergangenen Woche warf er den Geheimdiensten im Zusammenhang mit durchgesickerten Informationen eine gezielte Kampagne im Nazi-Stil vor.

Nun schlug Trump versöhnliche Worte an: "Ich weiß, dass ihr manchmal nicht die Unterstützung bekommt, die ihr wollt. Aber ich stehe zu 1000 Prozent hinter euch." Er glaube, die Gruppe sei eine der wichtigsten des Landes, wenn es um die Sicherheit der USA gehe. "Ich liebe euch, ich respektiere euch, es gibt niemanden, den ich mehr respektiere", sagte er zum Abschluss.

Die CIA ist zurzeit ohne einen festen Chef. Ihr bisheriger Direktor John Brennan, den Trump in Tweets auch persönlich angegriffen hatte, trat mit dem Amtsende von Präsident Barack Obama zurück. Eine Bestätigung des von Trump für die Nachfolge nominierten republikanischen Abgeordneten Mike Pompeo durch den Senat hat sich wegen Einsprüchen eines Demokraten verzögert.

kry/dpa



insgesamt 79 Beiträge
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Seite 1
newline 21.01.2017
1. Präsident Trump
wollte sich nur darüber informieren, was die CIA über ihn in den Akten hat und was mit Area 51 los ist.
spiegelobild 21.01.2017
2.
Bisher waren es Obamas Geheimdienste, jetzt sind es Trumps Geheimdienste. Da sieht er sie ab sofort anders. Die Geheimdienste haben im Wahlkampf auch eine Rolle gespielt, nicht nur der CIA, bekanntlich auch der FBI.
hugahuga 21.01.2017
3.
Wird jetzt eigentlich jede auch nur denkbare Möglichkeit benutzt, um die neuesten Wasserstandsmeldungen in Sachen Trump zu verbreiten? Das füllt zwar die Zeilen, ist aber ansonsten höchst unwichtig.
Androupolis 21.01.2017
4.
Zitat von spiegelobildBisher waren es Obamas Geheimdienste, jetzt sind es Trumps Geheimdienste. Da sieht er sie ab sofort anders. Die Geheimdienste haben im Wahlkampf auch eine Rolle gespielt, nicht nur der CIA, bekanntlich auch der FBI.
Richtig! Ohne das FBI wäre Trump höchstwahrscheinlich auch niemals Präsident geworden. Der FBI Chef brachte Trump damals entscheindende Stimmen.
sl2016 21.01.2017
5.
Wahrscheinlich hat er den Mitarbeitern klar gemacht, wo ab sofort die Schwerpunkte der Arbeit liegen. Präsident Trump scheint ein Pragmatiker zu sein, kein Visionär. Das lässt hoffen.
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