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Erfolgreiche Petition: Britisches Parlament diskutiert über Einreisesperre für Trump

Golfer Trump in Schottland (Archivbild): Bei 500.000 britischen Petenten als Hassredner unerwünscht Zur Großansicht
REUTERS

Golfer Trump in Schottland (Archivbild): Bei 500.000 britischen Petenten als Hassredner unerwünscht

Eine halbe Million Briten will Donald Trump die Einreise verweigern. Jetzt kommt das Thema auf die Tagesordnung des britischen Parlaments - zusammen mit einer Pro-Trump-Petition.

Ein Einreiseverbot für Donald Trump? Die Idee klingt skurril, doch am 18. Januar wird sich das britische Parlament mit dieser Frage befassen. Die Idee stammt aus dem Dezember und entstand aus spontaner Empörung über das von Trump geforderte Einreiseverbot für Muslime in die USA.

In einer Petition auf der Seite des britischen Parlaments haben sich mehr als 500.000 Briten für ein Einreiseverbot für den US-Immobilienunternehmer und bislang aussichtsreichsten Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner ausgesprochen.

Zur Begründung heißt es im Petitionstext, Großbritannien habe vielen Personen wegen Hassreden Einreiseverbot erteilt. Zudem hatte Trump behauptet, Teile Londons seien so radikalisiert, dass Polizisten dort um ihr Leben fürchteten - was die Polizei der britischen Hauptstadt empört zurückwies.

In der Regierungsantwort auf die Petition steht, die Einreise ins Vereinigte Königreich sei ein Privileg und Innenministerin Theresa May werde es denjenigen entziehen, "die unserer Gesellschaft schaden wollen und unsere Grundwerte nicht teilen". Dieses Recht werde aber "nicht leichthin" ausgeübt, sondern auf Grundlage von Beweisen. Die Regierung erkenne die heftigen Reaktionen auf Trumps Aussagen an. Sowohl May als auch Premierminister David Cameron hatten diese verurteilt.

Offenbar hat US-Milliardär Trump in Großbritannien nicht nur Gegner. Eine Petition mit dem Titel "Erteilt Trump kein Einreiseverbot für das Vereinigte Königreich" ist ebenfalls Gegenstand der Debatte am 18. Januar. Sie hat bis zum Mittwoch 40.000 Unterstützer gefunden.

US-Vorwahlen

cht/dpa

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insgesamt 29 Beiträge
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1. Britischer Humor ist einfach großartig
haresu 06.01.2016
Endlich kommt mal wieder etwas Gutes von den Inseln. 500.000 Petitionsunterzeichner sind aller Ehren wert und dass sich das britische Parlament damit beschäftigt ist schon cool. Gibt es auch in Deutschland eine entsprechende Initiative?
2. Genauer gesagt..
Edgard 06.01.2016
.. sind es bis jetzt 569695 Unterzeichner wobei nur Bürger GB´s unterzeichnen können. Ich fände ein Einreiseverbot super (die Deutschen haben dafür leider wohl mal wieder nicht den A.. in der Hose). Dann gibts vielleicht eine neue "Tea Party" in Boston. Und wenn die gleich die Sarah Palin mit in die Teekiste stecken ist sichergestellt daß die Kiste nicht untergeht.
3.
Art. 5 06.01.2016
"die Einreise ins Vereinigte Königreich sei ein Privileg und Innenministerin Theresa May werde es denjenigen entziehen, "die unserer Gesellschaft schaden wollen und unsere Grundwerte nicht teilen" Im Prinzip eine sehr gute Regelung. Leider weiß man das aber oft erst, wenn sie schon im Land sind. Was passiert aber, wenn Trump Präsident werden sollte? Dann wird es ganz peinlich.
4. Das ist so gut!
Charanga 06.01.2016
Ha, da sieht man mal, dass die Briten nicht nur einen exzellenten Humor haben, sondern auch erstaunlich viel Zivilcourage. Schade dass sie nicht genauso kritisch mit ihren Geheimdiensten umgehen und so wenig überzeugte Europäer sind. Aber vielleicht werden wir Herrn Trump noch dankbar sein - vielleicht schafft er es, was Euro- und Flüchtlingskrise nicht vermochten - dass Europa geeint steht und mit einer Stimme spricht!
5. Alberner geht es kaum
p-schrader 06.01.2016
Wie kann sich ein Parlament mit einer solchen Frage befassen. Trump ist sicher ein sehr merkwürdiger Typ, aber er ist kein Verbrecher.
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