Migration Trump droht mit Schließung der Grenze zu Mexiko

Tausende Menschen aus Zentralamerika haben sich auf den Weg in die USA gemacht. Präsident Trump hat Mexiko aufgefordert, den "Ansturm" zu stoppen - sonst schließe er die Grenze.

Migranten beim Überqueren der US-Grenze
DPA

Migranten beim Überqueren der US-Grenze


Wegen der Gewalt und Armut in ihrem Land versuchten in den vergangenen Tagen Tausende Honduraner zu Fuß über Mexiko in die USA zu kommen. US-Präsident Donald Trump hat Mexiko jetzt per Twitter gedroht: Das Nachbarland müsse den "Ansturm" von Migranten aus Guatemala, Honduras und El Salvador stoppen, anderenfalls werde er das US-Militär einschalten und die südliche Grenze der USA schließen.

Der US-Präsident hatte bereits am Dienstag via Twitter gedroht, seine Regierung werde den zentralamerikanischen Ländern alle finanziellen Hilfen streichen, wenn sie diese Menschen "mit der Absicht, illegal in unser Land zu kommen", bis in die Vereinigten Staaten ziehen ließen.

Im Wahlkampf hatte Trump angekündigt, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen, dafür aber vom Kongress kein Geld erhalten. Er hat immer wieder Einwanderer attackiert und illegal Zugewanderten vorgeworfen, die Sicherheit der USA zu gefährden.

Im April hatte Texas dann damit begonnen, die Nationalgarde an die Grenze zu Mexiko zu verlegen. Sie ist eine Reserveeinheit der US-Streitkräfte, die den Gouverneuren der Bundesstaaten untersteht, teilweise aber auch dem Präsidenten. Die Nationalgarde übernahm bereits unter früheren Präsidenten Aufgaben an der Grenze zu Mexiko.

US-Grenze zu Mexiko
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US-Grenze zu Mexiko

Nach Angaben der Uno passieren jährlich mehr als eine halbe Million Menschen illegal Mexikos südliche Grenze, um von dort in die USA zu gelangen.

Honduras gehört insbesondere wegen der mächtigen Banden und des Drogenhandels zu den Ländern mit den weltweit höchsten Gewaltraten. Außerdem leben 68 Prozent der neun Millionen Einwohner in Armut.

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Guatemalas Staatschef Jimmy Morales sagte, er habe mit seinem Kollegen aus Honduras, Juan Orlando Hernández, und US-Vizepräsident Mike Pence gesprochen, "um eine Migration zu verhindern, die Personen wie Länder gefährdet". Zugleich kümmere sich sein Land in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen um die Unterbringung und Versorgung der Migranten.

als/AFP/Reuters

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