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Trump im US-Wahlkampf: "Sonst gibt es Aufstände"

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump Zur Großansicht
AFP

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump

Donald Trump schickt eine Warnung an seine Parteifreunde: Sollten die Republikaner ihm die Nominierung als Präsidentschaftskandidat verwehren, werde es Unruhen geben.

Donald Trump ist für seine waghalsigen Wortbeiträge berühmt - und berüchtigt. Jetzt hat der Favorit der Republikaner im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur seine eigene Partei ins Visier genommen: Sollte ihm die Nominierung trotz der Mehrzahl an Delegierten versagt werden, sei mit Unruhen zu rechnen. "Ich glaube, sonst gibt es Aufstände", sagte der Milliardär dem US-Sender CNN. "Ich repräsentiere viele, viele Millionen Menschen."

Wie siegessicher und selbstbewusst der bei den Vorwahlen derzeit erfolgreiche Trump ist, zeigte sich auch an einer anderen Entscheidung: Nach seinen jüngsten Erfolgen bei den Vorwahlen lud er zu einer Pressekonferenz in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida, ließ aber zur Überraschung der Reporter keine Fragen zu, wie CNN-Reporter Jeremy Diamond auf Twitter berichtet.

Laut einem Bericht des Reporters hielt Trump nur eine 16-minütige Siegesrede und stieg von der Bühne. Zurufe von Journalisten habe er abgewiesen, bevor er den Raum verließ. Trumps Wahlkampfsprecherin Hope Hicks erklärte dazu, dass der Republikaner keine Fragen beantworten wollte. Demnach war sie erstaunt, dass in der Einladung an Journalisten eine "Pressekonferenz" erwähnt worden sei. "Stand das da drauf?", soll sie gefragt haben.

Trump hatte zuvor die Vorwahlen in Florida, North Carolina und Illinois gewonnen, war aber in Ohio John Kasich, dem Gouverneur des Bundesstaates, unterlegen. In seiner Rede schimpfte Trump auf den "Lug, Betrug und die Boshaftigkeit", die ihm im Vorwahlkampf begegnet seien, sowie auf "widerliche Reporter".

Im Video: Randale bei Trump-Veranstaltung in Chicago

REUTERS

mxw/Reuters/dpa

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1.
schwerpunkt 16.03.2016
Es wäre tatsächlich knifflig, wenn die Republikaner Trump trotz deutlicher Mehrheit nicht nominieren würden. In dem Fall hätte Trump als unabhängiger Dritter in dem Wahlkampf um das weisse Haus als Erster deutliche Chancen ... und ein drohendes Debakel für die republikaner. Als Präseident hätte er alelrdings nichts zu lachen, da er permanent den gesamten Kongress gegen sich hätte.
2. Die Trump-Revolution muss sich an den Urnen beweisen
andreu66 16.03.2016
Wenn das Establishment ihn jetzt abwürgen sollte, wäre das, was in Amerika noch von einem sozialen Frieden übrig ist, in höchster Gefahr. Und bei durchschnittlich nur 50% Wahlbeteiligung könnte es für Trump ein gewaltiges Mobilisierungspotential jenseits der traditionellen Wähler geben. Also, einfach die Demokratie walten lassen.
3. Er hat ja Recht
zeichenkette 16.03.2016
Trump ist inzwischen zu einem Symbol für den Kampf gegen das Establishment geworden. Die Republikaner haben davor genau so viel Angst wie die Demokraten. Der Haken ist natürlich, dass Trump ein völlig unberechenbarer Populist ist, das wäre praktisch wie Feuer mit einem Erdbeben zu bekämpfen. Aber es kann sein, dass die USA da einfach durch muss. Bernie Sanders wäre ein vernünftiger Präsident, aber Hillary Clinton wäre es nicht. So oder so, die USA steht vor einem verdammten Problem und die Tatsache, dass die etablierten Parteien zu lange geglaubt haben, sie könnten einfach ewig so weiter machen, ist Ursache dieses Problems. Trump ist nur ein Symptom.
4. Besser wissen ?
Biker1952 16.03.2016
Finde es schon erstaunlich das hier soviele alles besser wissen wie die Amerikaner selbst. Ich bin der Meinung das darüber die Amerikaner entscheiden sollten. Hier kann man höchstens darüber diskutieren welcher der Kandidaten für die Bundesrepublik problematisch wäre. Und nicht nur heute, auch in den vergangenen Wochen bin ich doch sehr erstaunt, das hier keiner einmal schreibt das er persönlich in den Staaten war und dort die Stimmung kennengelernt hat und sich deshalb eine Meinung bilden konnte. Nur aus der Presse ist das für mich immer sehr dünn.
5. so oder so ...
ro70 16.03.2016
wird dieser "Wahlkampf" eskalieren ! Und ich bin mal gespannt wie Europa mit den US-amerikanischen, Flüchtlingen mit hispanischen, moslemischen, afrikanischem oder auch einfach Intellektuellen Hintergrund die die USA in Massen verlassen werden (müssen?), wenn Dagobert Trump einst Präsident ist !? Kanada hat schon Erstaufnahmelager in Vorbereitung (Aufnahme ohne Obergrenze !)
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