Trump reagiert auf Video-Skandal "Es war falsch"

Donald Trump hat sich für ein Video entschuldigt, in dem er degradierende Bemerkungen über Frauen macht. Gleichzeitig attackierte er erneut seine Rivalin Hillary Clinton.


Donald Trump hat sich nach der aufsehenerregenden Veröffentlichung eines Videos mit vulgären Äußerungen des US-Präsidentschaftskandidaten über Frauen offiziell entschuldigt. "Ich habe es gesagt. Es war falsch. Ich entschuldige mich", sagte Trump in einer Videoaufzeichnung, die seine Wahlkampfzentrale in der Nacht zu Samstag veröffentlichte.

"Ich verspreche, in der Zukunft ein besserer Mensch zu sein", sagte der Immobilien-Milliardär, der schon in der Vergangenheit mehrfach mit sexistischen Kommentaren aufgefallen war. "Ich habe törichte Dinge gesagt." Er habe zwar nie behauptet, eine perfekte Person zu sein. Das Gesagte sei aber nicht typisch für ihn.

Gleichzeitig attackierte er seine Rivalin Hillary Clinton. Die Veröffentlichung des Videos sei nur eine "Ablenkung" im Wahlkampf. "Es gibt einen großen Unterschied zwischen Worten und Taten", sagt Trump. Bill Clinton habe Frauen "tatsächlich missbraucht", Hillary Clinton habe die "Opfer ihres Mannes attackiert und eingeschüchtert".

Man werde das Thema im Wahlkampf weiter diskutieren, beendet Trump seine Bemerkungen, man sehe sich am Sonntag in der nächsten TV-Debatte der Spitzenkandidaten.

In dem von der "Washington Post" veröffentlichten Video von 2005 äußert sich Trump anzüglich und abwertend über Frauen, er prahlt damit, dass er als "Star" sie küssen und ihnen zwischen die Beine fassen könne. Daraufhin hatten sich mehrere führende Republikaner öffentlich von Trump abgewandt.

pad/dpa/AP



insgesamt 30 Beiträge
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sowasnettes 08.10.2016
1. Trump und medialer Lärm
Trumps Affairen und grotesken Brüstungen sind höchstens Klatschgeschichten und seine Privatsache. Interessanter und wichtiger: WikiLeaks und Enthüllungdn über Clinton, die gerade begonnen haben. Einfach Podesta Mails suchen. Dieser ganze Lärm soll nur ablenken von den Enthüllungen über Clinton - anders gesagt: dass amerikanische Zeitungen absichtlich vergessen, darüber zu berichten mag an der politischen Abhängigkeit liegen - aber der Spiegel?
Miguelito 08.10.2016
2. Das war keine Entschuldigung
Eine "Entschuldigung" bei der man einfach nur sagt, aber der und der hat es ja viel schlimmer gemacht, ist keine, sondern allenfalls eine Rechtfertigung. Und Reue zeigt er damit natürlich auch nicht, denn "es war ja gar nicht so schlimm".
shakshirak 08.10.2016
3.
Man sollte nicht so hart mit Herrn Trum umspringen. Der Vorfall liegt immerhin elf Jahre zurück, als er mit 59 noch jung und töricht war. Außerdem handelt es sich um einen einmligen Ausrutscher und es ist nicht so, dass dieser Ausschnitt seine tatsächlichen Ansichten wiedergibt.
dirk.resuehr 08.10.2016
4. Sympathisanten
Trump kann sagen, was er kann, er findet auch im SPON Sympathisanten Verstehen mag das, wer will; das gilt ebenso für die Pegida-Pöblerr n Dresden. Es gibt nun einmal in jeder Gesellschaft Menschen, die besonders gebildet, intelligent und sozial gefestigt sind.
ergo-oetken 08.10.2016
5. Sexualstraftaten sind keine Privatsache!
Zitat von sowasnettesTrumps Affairen und grotesken Brüstungen sind höchstens Klatschgeschichten und seine Privatsache. Interessanter und wichtiger: WikiLeaks und Enthüllungdn über Clinton, die gerade begonnen haben. Einfach Podesta Mails suchen. Dieser ganze Lärm soll nur ablenken von den Enthüllungen über Clinton - anders gesagt: dass amerikanische Zeitungen absichtlich vergessen, darüber zu berichten mag an der politischen Abhängigkeit liegen - aber der Spiegel?
Unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit haben Donald Trump und Bill und Hillary Clinton mehr gemeinsam, als man erstmal annehmen wollte. Auf "kriegsursachen.blogspot" wird beschrieben, wie die Clintons zu dem wurden, was sie sind. Und bei Donald Trump sollte man wissen, dass sein Großvater das Familienvermögen während des amerikanischen Goldrauschs durch den Betrieb einer Kette von Bordellen erwirtschaftet hat. Und das heißt nichts Anderes, als dass sexueller Missbrauch, Ausbeutung und Gewalt bei den Trumps, genauso wie bei den Clintons, ein Teil der familiären Tradition sind. Für andere "Dynastien" gilt Ähnliches. Was seine Impulssteuerungsschwäche angeht, würde Donald Trump heutzutage vermutlich Ritalin bzw. eine Verhaltenstherapie verabreicht bekommen. Wie so viele Jungen, die sich ähnlich "aufmüpfig" und unruhig gebärden wie er, bei denen aber leider nur sehr selten in Erwägung gezogen wird, dass ihre Symptome auch Ausdruck von Misshandlung, Parentifizierung und Gewalterfahrungen sein könnten. Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden
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