USA Trump ernennt Sonderberater für Russlandaffäre

Gab es geheime Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung? Der US-Präsident steht unter Druck - ein Sonderberater soll zwischen Weißem Haus und Untersuchungsausschuss vermitteln.

Donald Trump
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US-Präsident Donald Trump hat einen Sonderberater für das Weiße Haus benannt, nach Angaben mehrerer US-Medien soll dieser in erster Linie für die Russland-Affäre zuständig sein. Ty Cobb, ein ehemaliger Staatsanwalt und Partner der Washingtoner Anwaltskanzlei Hogan Lovells, werde eine "Schlüsselposition innerhalb des Stabs einnehmen, teilte das Weiße Haus in einer kurzen Erklärung mit.

Den US-Medien zufolge wird Cobb für die Antworten des Weißen Hauses auf die Untersuchungen zur Russland-Affäre verantwortlich sein. Dabei soll er auch mit Trumps persönlichem Anwalt Marc Kasowitz zusammenarbeiten, berichtete der Sender ABC.

Mehrere Kongressausschüsse sowie die Bundespolizei FBI und ein Sonderermittler gehen dem Verdacht möglicher Absprachen zwischen Trump-Mitarbeitern und Moskau während des Wahlkampfs nach. Die US-Geheimdienste sind überzeugt, dass die russische Regierung hinter den Hackerangriffen auf die Demokraten und das Clinton-Team steckte und die Wahl zugunsten Trumps beeinflussen wollte. Laut Trump hat es derartige Absprachen nie gegeben.

Der Druck auf Trump war in den vergangenen Tagen durch die Enthüllungen über den ältesten Präsidentensohn nochmals gewachsen. Donald Trump junior hatte sich im vergangenen Jahr inmitten des Wahlkampfs mit einer russischen Anwältin getroffen hatte - offenbar in der Erwartung, belastendes Material über die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zu erhalten, das angeblich vom russischen Generalstaatsanwalt stammen sollte.

koe/AFP/Reuters



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