Box-Legende Trump erwägt Begnadigung von Muhammad Ali

US-Präsident Donald Trump denkt über die Begnadigung von rund 3000 Menschen nach. Darunter ist auch der vor zwei Jahren verstorbene Box-Legende Muhammad Ali.

Muhammad Ali
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Donald Trump erwägt nach eigenen Angaben eine posthume Begnadigung von Muhammad Ali. "Ich denke an Muhammad Ali", sagte der US-Präsident in Washington vor seinem Abflug zum G7-Gipfel in Kanada. Reporter hatten ihn auf möglicherweise bevorstehende Begnadigungen angesprochen. Insgesamt 3000 Personen werden möglicherweise von Trump begnadigt.

Ali war 1967 zu fünf Jahren Haft und 10.000 Dollar Geldstrafe verurteilt worden, weil er vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges den Wehrdienst verweigert hatte. Er blieb jedoch gegen Kaution auf freiem Fuß. Bekannt wurde sein Zitat "Kein Vietcong hat mich jemals als Nigger bezeichnet", mit dem er gegen rassistische Tendenzen innerhalb der USA aufbegehrte.

Ali musste seinen Weltmeistertitel zurückgeben, feierte später aber ein Comeback im Ring und wurde zu einer der gefeiertsten Sportpersönlichkeit der Geschichte.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte die Verurteilung aber 1971 bereits aufgehoben, Ali durfte nach mehrjähriger Sperre wieder als Profiboxer antreten.

Unvergessen blieb sein Auftritt bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, wo er - bereits von seiner Parkinsonerkrankung gezeichnet - das Olympische Feuer im Stadion entzündete.

Ali starb am 3. Juni 2016 und wurde in seiner Heimatstadt Louisville (Kentucky) unter weltweiter Anteilnahme zu Grabe getragen.

als/dpa



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