Ex-Wahlkampfmanager Trump erwägt Begnadigung von Manafort

Noch steht das Strafmaß gegen Manafort aus. US-Präsident Trump denkt offenbar schon jetzt über die Zukunft seines ehemaligen Wahlkampfleiters nach. Einem US-Sender zufolge erwägt er eine Begnadigung.

Donald Trump
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Vor wenigen Tagen wurde Paul Manafort im ersten Verfahren in der Russlandaffäre in acht Anklagepunkten für schuldig befunden. Donald Trump macht sich offenbar schon jetzt Gedanken über die Zukunft seines früheren Wahlkampfleiter. Einem US-Sender zufolge erwägt der US-Präsident eine Begnadigung.

Paul Manafort wurde diese Woche wegen Banken- und Steuerbetrugs schuldig gesprochen. Das Strafmaß steht noch aus. Rechtsexperten schätzen, dass es auf rund zehn Jahre Haft hinauslaufen wird. Trump hat Fox ein Interview gegeben, von dem bislang nur Auszüge bekannt sind. Fox-Reporterin Ainsley Earhardt zufolge hat der US-Präsident in dem Gespräch die mögliche Begnadigung erwähnt.

"Ich denke, er fühlt sich schlecht wegen Manafort. Sie waren Freunde", sagte die Journalistin am Mittwochabend (Ortszeit) im Fox-Programm. Das ganze Interview soll am Donnerstagmorgen ausgestrahlt werden.

Trump hatte Manafort am Mittwoch einen "tapferen Mann" genannt, der, anders als sein Ex-Anwalt Michael Cohen, dem Druck der Justiz standgehalten habe. Cohen hatte sich vor Gericht mehrerer Verbrechen schuldig bekannt und angegeben, von Trump angewiesen worden zu sein.

asc/Reuters

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