Ivana Trump als US-Botschafterin Tschechien hofft auf Trumps Ex-Frau

Ihre Kompetenzen: Sprachkenntnisse und ein bekannter Name. Ivana Trump empfiehlt sich als zukünftige US-Diplomatin in ihrem Geburtsland Tschechien. Die politische Führung in Prag ist begeistert.

Ivana Trump
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Die Ex-Frau des designierte US-Präsidenten Donald Trump möchte US-Botschafterin in ihrem Geburtsland Tschechien werden. Ivana Trump sagte der Zeitung "New York Post", sie werde das bei ihrem Ex-Mann anregen. Sie spreche Tschechisch und sei "ziemlich bekannt in der ganzen Welt", sagte die US-Unternehmerin vergangene Woche.

Bei der politischen Führung in Prag stieß Ivana Trump mit ihren Plänen nun auf Begeisterung. "Das wäre eine exzellente Entscheidung", sagte der tschechische Präsident Milos Zeman am Mittwoch. Washington "könnte keine bessere Botschafterin nach Prag entsenden".

Tschechiens Regierungschef Bohuslav Sobotka sagte dem öffentlich-rechtlichen Radiosender CRo, sollte Donald Trump seine Ex-Frau zur Botschafterin machen, würden die Beziehungen zwischen den USA und Tschechien noch enger als bislang.

Die 1949 im Osten der damaligen Tschechoslowakei geborene Ivana Trump war die erste Ehefrau des künftigen US-Präsidenten. Das frühere Model und Trump hatten 1977 geheiratet. Gemeinsam haben sie die Söhne Donald junior und Eric sowie Tochter Ivanka. 1992 ließen sich die beiden scheiden.

Donald Trump 1997 mit seiner Ex-Frau Ivana
REUTERS

Donald Trump 1997 mit seiner Ex-Frau Ivana

Die Kinder spielten eine zentrale Beraterrollen während Trumps Wahlkampf. Bei den Regierungsgeschäften müssen sie sich aber zurückhalten. Laut Gesetz ist es dem Milliardär verboten, Familienmitglieder in seine Regierung zu berufen.

Trump stellt derzeit seine Regierungsmannschaft zusammen, Schlüsselpositionen müssen neu besetzt, das Kabinett umgebildet werden. Er hat erklärt, seine Kinder würden sich um seine Unternehmen kümmern, sobald er im Januar das Präsidentenamt antrete. Damit würden aus seiner Sicht Interessenskonflikte vermieden. Fachleute sehen das durchaus anders.

Berichte über chaotische Zustände bei der Regierungsbildung wies Trump zurück. Der Prozess laufe sehr organisiert ab, schrieb er auf Twitter. "Ich bin der Einzige, der weiß, wer die Finalisten sind."

sun/AFP



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