Nach Rauswurf von John Kelly Donald Trump favorisiert Nick Ayers als neuen Stabschef

Donald Trump hat angekündigt, den Stabschef im Weißen Haus John Kelly auszuwechseln. Kurz nach der Bekanntgabe steht Trumps Favorit für den Posten fest: Nick Ayers wäre der jüngste Stabschef seit 1980.

Nick Ayers (r.) mit dem Richter des Obersten Gerichtshofs Neil M. Gorsuch (l.)
REUTERS

Nick Ayers (r.) mit dem Richter des Obersten Gerichtshofs Neil M. Gorsuch (l.)


US-Präsident Donald Trump wünscht sich Nick Ayers als neuen Stabschef im Weißen Haus. Das verlautet aus Kreisen des Präsidialamts. Ayers ist aktuell der Stabschef von US-Vizepräsident Mike Pence.

Zuvor hatte Trump angekündigt, dass der aktuelle Stabschef John Kelly seinen Posten zum Jahresende räumen muss. Der Präsident will den Nachfolger Kellys spätestens am Montag bekannt geben. Über Kellys Absetzung war bereits spekuliert worden.

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Personalwechsel im Weißen Haus: Wen US-Präsident Trump schon ersetzt hat

Der 36-jährige Ayers wäre der jüngste Stabschef seit Hamilton Jordan den Posten 1979 unter Präsident Jimmy Carter für ein Jahr übernahm. Die Gespräche mit Ayers sollen bereits seit Monaten laufen. Trump und Ayers sprächen demnach noch über die "spezifischen Konditionen" , zu denen Ayers das Amt übernehmen könne.

Nach Informationen der New York Times sei Ayers bereit, das Amt übergangsweise im nächsten Frühling zu übernehmen. Trump wolle Ayers dazu bewegen, länger zu bleiben, schreibt die Zeitung.

Trump hat John Kelly wiederholt kritisiert

Der scheidende Stabschef John Kelly ist seit Sommer 2017 im Amt und hat sich in den vergangenen Monaten mehr und mehr mit dem Präsidenten überworfen. Mitte November hatte Trump gesagt, es gebe "einige Dinge" an Kelly, die er möge, und andere, die er nicht möge. Der Stabschef mache "in vielerlei Hinsicht einen hervorragenden Job", "an irgendeinem Punkt" werde Kelly aber "weiterziehen wollen". Zu seinem Abgang lobte Trump Kelly: Er sei ihm ein loyaler Berater gewesen.

Der neue Stabschef wird der dritte innerhalb von zwei Jahren sein. Unter Donald Trump hatte zuerst Reince Priebus das Amt von Januar bis Juli 2017 inne. Er wurde durch John Kelly ausgewechselt.

Am Freitag hatte Trump bereits zwei Personalwechsel angekündigt: Neuer Justizminister soll William Barr werden, der Jeff Sessions nachfolgt. Der 68-jährige Barr war von 1991 bis 1993 bereits Justizminister unter dem kürzlich verstorbenen Präsidenten George H.W. Bush. Als neue Botschafterin bei der Uno nominierte er Heather Nauert, die Nikki Haley in dem Amt ablöst. Nauert ist Sprecherin des US-Außenministeriums. Der US-Senat muss beiden Nominierungen zustimmen.

kko/AFP/AP/dpa/Reuters



insgesamt 26 Beiträge
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Skeptikus 08.12.2018
1. "Ship of fools" dort in Washington
Bei allen Vorurteilen: So blöd können diese Amerikaner doch nicht sein, dass sie bei diesen verrückten "Reisen nach Jerusalem" einfach so achselzuckend zuschauen und zur Tagesordnung übergehen! Merken die denn tatsächlich nicht, was sie da für einen sich an die Spitze gewählt haben? Oder sollte es gar so sein, dass dieser Präsidenten-Darsteller sich tagtäglich aufs neue köstlich amüsiert über die Blödheit seiner oh so wunderbaren Untertanen?
lucky.sailor 08.12.2018
2. Denn sie wissen nicht was sie tun!
Vielleicht erhofft sich Donald von diesem "Jungspund" weniger Widerstand bei der Ausführung von gesetzwidrigen Anweisungen des POTUS. Und Ayers schnallt wohl nicht, auf was er sich da einlässt. Hoffentlich kommt bald der Tag, wo Trump sich selbst feuert, natürlich per Twitter. Dass das amerikanische Volk ihn entthront, ist ja kaum noch zu erwarten, oder?
binibona 08.12.2018
3. Ein gutes Zeichen
Trump steht halt für Kontinuität :)
bigkahoona 08.12.2018
4. Verantwortung
Jeder, der sich diesem Monstrum von einem Präsidenten andient, wird sich vor der Geschichte verantworten müssen.
PETERJohan 08.12.2018
5. Kelly war der AUFPASSER von DT.
Ein wirklich schwieriger Job.Wassolls.
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