US-Präsident Trump spricht mit Saudis über höhere Ölproduktion

Donald Trump zufolge hat Saudi-Arabiens König Salman nach einem Gespräch mit ihm zugesagt, die Ölförderung drastisch zu erhöhen. Die Opec-Länder hatten zuvor bereits eine entsprechende Maßnahmen angekündigt.

Donald Trump
AP

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US-Präsident Donald Trump will vom Saudi-Arabischen König Salman die Zusage erhalten haben, seine Ölproduktion hochzufahren. Auf Twitter schrieb Trump, er habe Salman darum in einem Gespräch gebeten, die Produktion "vielleicht um bis zu 2.000.000 Barrel" zu erhöhen. Damit sollten die steigenden Rohölpreise abgefangen werden, die durch "Unruhen und Dysfunktionalität" in Iran und Venezuela entstanden seien. Salman habe eingewilligt.

Aus Saudi-Arabien gab es zunächst keine Bestätigung über Pläne, die Produktion hochzufahren. In der vergangenen Woche hatten sich die Opec-Länder aber bereits auf eine Erhöhung der Fördermenge von 1 Million Barrel am Tag geeinigt. Zuvor war bekannt geworden, dass sich unter anderem Saudi-Arabien besonders dafür eingesetzt hatte.

Saudi-Arabien produziert nach Opec-Angaben derzeit rund zehn Millionen Barrel Erdöl pro Tag. Eine Erhöhung um zwei Millionen entspräche also 20 Prozent. Die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA meldete lediglich, Salman und Trump hätten am Telefon darüber gesprochen, den Ölmarkt stabil zu halten.

Es sei um die Bemühungen der Erdöl produzierenden Länder gegangen, einen potenziellen Engpass bei den Lieferungen auszugleichen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent Chart zeigen war am Samstag auf rund 80 Dollar geklettert. Vor einem Jahr hatte er noch bei um die 50 Dollar gelegen.

Eine höhere saudische Produktion könnte für die USA als Ausgleich für Ausfälle in anderen Ländern essenziell werden. Den Verkauf iranischen Öls etwa haben die USA mit ihrem Austritt aus dem Atomabkommen und der Wiederaufnahme bestimmter Wirtschaftssanktionen gegen das islamisch regierte Land selbst eingedämmt. Sie fordern von allen anderen Ländern, bis spätestens 4. November die Ölimporte aus Iran auf Null zu reduzieren.

ans/dpa



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