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US-Vorwahl der Republikaner: Trump führt in Nevada klar vor Cruz und Rubio

REUTERS

Die republikanischen Präsidentschaftskandidaten haben sich im US-Bundesstaat Nevada zur Wahl gestellt. Nun melden TV-Sender, Donald Trump habe gewonnen.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat ersten Hochrechnungen zufolge die Vorwahl im US-Bundesstaat Nevada gewonnen. Die TV-Sender CNN und Fox News berichten, der 69-Jährige liege vor seinen parteiinternen Rivalen Marco Rubio und Ted Cruz.

Laut Fox News kam Trump auf etwa 47 Prozent der Stimmen, Rubio auf 24 bis 25 und Cruz auf 20 bis 22 Prozent. Nevada wäre damit der dritte von bisher vier Vorwahl-Staaten, die der umstrittene Immobilien-Mogul für sich entscheiden konnte. Bloß in Iowa konnte Cruz triumphieren. "Vor ein paar Monaten hat niemand erwartet, dass ich hier gewinnen werde", sagte der 69-Jährige in Las Vegas. "Und jetzt siege, siege, siege ich für das Land."

Trump war als Favorit in die Abstimmung gegangen. Nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen bedankte er sich via Twitter und Facebook bei den Wählern und ergänzte die Mitteilung um seinen Wahlkampf-Slogan, frei übersetzt: "Wir werden Amerika wieder sicher und groß machen."

Zum ersten Mal wurde in einem Bundesstaat im Westen der USA gewählt; und zwar nicht per klassischer Primary, sondern per Caucus (was genau es mit diesen komplizierten Wahlversammlungen auf sich hat, lesen Sie hier). Nun werden sich die Kandidaten auf den 1. März konzentrieren: Am sogenannten Super Tuesday wird in zwölf Bundesstaaten abgestimmt.

Das Bewerberfeld der Republikaner schrumpfte in den vergangenen Wochen deutlich. Zuletzt zog sich der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, nach seinem schwachen Abschneiden in South Carolina am Wochenende zurück.

Ein Großteil des republikanischen Establishments wolle nicht, dass Trump die Nominierung gewinne, sagte der Politologe Dan Lee von der Universität von Nevada in Las Vegas. "Sie wollen, dass Cruz aussteigt und dass Rubio dann Trump gegenübersteht." Das wäre "die beste Möglichkeit, Trump zu schlagen".

Cruz vertrat jedoch die Ansicht, er sei der einzige, der Trump schlagen könne. Noch nie sei ein Bewerber zum Kandidaten der Republikaner gekürt worden, wenn er nicht zumindest eine der drei ersten Vorwahlen gewonnen habe, sagte Cruz.

Republikaner und Demokraten küren ihre Kandidaten offiziell bei den Nominierungsparteitagen im Juli. Am 8. November wird dann ein neuer Präsident gewählt: Amtsinhaber Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

aar/dpa/AP/Reuters

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insgesamt 216 Beiträge
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1.
MisterD 24.02.2016
Man mag es kaum glauben, aber Trump könnte tatsächlich der nächste US-Präsident werden. Man kann nur hoffen, dass die Demokraten den passenden Gegenkandidaten haben, sonst werden den wir uns noch sehnlichst einen George W. Bush zurück wünschen. Trump hatvdas Potenzial einen neue Eiszeit mit Russland herbeizuführen.
2.
RenegadeOtis 24.02.2016
Mal schauen was der Super-Tuesday bringt. Und die Kandidatenkür ist eh erst im Sommer.
3. Next President
menefregista 24.02.2016
Trump ist ein echter Ami. Sowas was ein Barack Obama als "Welt-Bürger" und "Weltverbesserer" nie sein konnte. Bei den Hispanics hat Trump in Nevada 46 % eingefahren und einen Local-Patriotismus mobilisiert, von dem die Demokraten nur träumen könnten. Iowa ist ein Bauern-Staat der eh nicht repräsentativ ist für die USA. Ja ich weiß, hier im Forum gibt es verschiedene US-Basher, die am liebsten Wladimir Putin oder die gutherzige Frau Merkel in den USA als Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahlen sehen würden. Sorry Leute, aber die Welt wird wieder in den nächsten 4 Jahren "Amerikanisch" ticken.
4. Sollte am Ende
r_dawkins 24.02.2016
wirklich Trump der rep. Präsidentschaftskandidat werden? Irre! - Wird er dann auch Präsident? gruselige Vorstellung
5. Was für ein Armutszeugnis...
Watchtower 24.02.2016
In den USA scheint bildungslose Politik gespickt mit einem gehörigen Maß an "einfachen" Lösungen in Mode zu kommen. Fremdschämen ist angesagt...
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