Gipfel mit Kim Jong Un Trump gibt Nordkorea Sicherheitsgarantie

Donald Trump und Kim Jong Un haben beim Gipfel in Singapur eine Vereinbarung unterzeichnet. Demnach bemüht sich Nordkorea um eine Denuklearisierung, die USA geben im Gegenzug Sicherheitsgarantien.


Die USA und Nordkorea haben sich auf gemeinsame Bemühungen zu einer vollständigen Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel verständigt. Das geht aus einem Dokument hervor, das US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un beim Gipfel in Singapur unterzeichneten. Trump sagte Nordkorea zudem Sicherheitsgarantien zu.

Im Dokument ist demnach die Rede von einem "festen und unerschütterlichen Bekenntnis" zu einer umfassenden atomaren Abrüstung. Beide Seiten hielten außerdem fest, dass sie auf eine "anhaltende und stabile" Friedenslösung hinarbeiten wollen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Im Dokument hieß es nur, US-Außenminister Mike Pompeo werde "baldmöglichst" Gespräche mit der nordkoreanischen Seite aufnehmen, um die Ergebnisse des Gipfels "zügig" umzusetzen.

Trump lud den nordkoreanischen Machthaber darüber hinaus zu einem Besuch in Washington ein. Er sagte, er habe während des Treffens eine "besondere Verbindung" zu Kim aufgebaut.

Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Trump sprach aber mehrfach von einem "fantastischen" und "historischen" Treffen. Auch Kim zeigte sich angetan. (Lesen Sie hier eine erste Blitzanalyse zu Kim Jong Uns großem Moment in Singapur.)

Mit einem historischen Handschlag hatten die beiden Staatschefs Stunden zuvor ihr mit Spannung erwartetes Gipfeltreffen begonnen. Beide Politiker wirkten zunächst sehr ernst und konzentriert, als sie aufeinander zuschritten und sich die Hände gaben. "Schön Sie zu treffen, Herr Präsident", sagte Kim. Trump fasste seinem Gegenüber zwei Mal kurz an die Schulter, beide blickten vor jeweils sechs Flaggen ihrer Länder in die Kameras.

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Trump und Kim in Singapur: Ein bisschen Frieden

Trump und Kim zogen sich anschließend hinter verschlossene Türen zurück. Im ersten Teil der Beratungen waren nur eine Übersetzerin und ein Übersetzer an ihrer Seite.

Das Gespräch dauerte eine knappe Dreiviertelstunde, Trump sagte anschließend, es sei "sehr, sehr gut" verlaufen. "Exzellentes Verhältnis", betonte er. Später kamen auf beiden Seiten weitere Verhandler hinzu.

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Nach den Verhandlungen über die Denuklearisierung kamen Trump und Kim noch zu einem Mittagessen zusammen. Bei dem Drei-Gänge-Menü hatten sie die Auswahl zwischen einer Reihe erlesener Speisen aus Ost und West.

Der vom Weißen Haus veröffentlichten Speisekarte zufolge konnten Trump und Kim am Tagungsort im luxuriösen Capella-Hotel zwischen westlichen, koreanischen, chinesischen und malaysischen Gerichten wählen. Als Vorspeise wurde Krabbencocktail mit Avocadosalat aufgetischt, außerdem ein Grüne-Mango-Kerabu mit Honig-Limetten-Dressing und frischem Oktopus sowie Oiseon, ein koreanisches Gericht mit gefüllter Gurke.

Nordkorea - Die Chronik des Konflikts

dop/Reuters/AFP/dpa



insgesamt 163 Beiträge
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Seite 1
denn76 12.06.2018
1. "Garantien"
Wir alle wissen was ein Wort von Trump zählt - nix. Verträge werden bei Bedarf einseitig aufgekündigt. Dumm wer sich auf sowas einlässt.
schorri 12.06.2018
2. Junkbonds
Trumps "Garantien" sind so viel wert wie Junkbonds.
Wal-Ire 12.06.2018
3. Bitte warten
bis Trump wieder im Washington gelandet ist und sich über zwei, drei andere Dinge via Twitter echauffiert hat.
c.PAF 12.06.2018
4.
Sicherheitsgarantie? Na und? Auf dem Rückflug ein kurzer Twitter-Anfall, und die Garantie ist aufgekündigt...
espressotime 12.06.2018
5.
Acha, dann hoffen wir mal, das die Garantien mal einzeln deklariert sind und Trump sein Wort nicht bricht und die Frist nicht verstreicht.
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