Glückwünsche zum Wahlsieg Trump gratuliert Putin am Telefon

Späte Glückwünsche per Telefon: Donald Trump hat Waldimir Putin zu seinem Wahlsieg gratuliert. Er wolle den Kremlchef "in nicht ferner Zukunft" treffen, teilte der US-Präsident mit.

Wladimir Putin, Donald Trump (Archivbild)
REUTERS

Wladimir Putin, Donald Trump (Archivbild)


Kanzlerin Angela Merkel tat es am Montag, Donald Trump einen Tag später: Der US-Präsident hat Kremlchef Wladimir Putin telefonischzu dessen Sieg bei der Präsidentschaftswahl in Russland gratuliert. Das teilten der Kreml und das Weiße Haus mit.

Putin hatte bei der Wahl am Wochenende 76,7 Prozent der Stimmen erhalten. Er bleibt damit sechs weitere Jahre bis 2024 im Amt.

Beide Politiker erwägen demnach ein Treffen. "Besondere Aufmerksamkeit wurde der Frage gewidmet, möglicherweise ein Gipfeltreffen abzuhalten", hieß es in der Mitteilung aus Moskau. Trump teilte mit, er wolle Putin "in nicht ferner Zukunft treffen".

Trump und Putin trafen sich erst einmal am Rande des G20-Gipfels in Hamburg 2017. Ein bilaterales Gipfeltreffen gab es dabei entgegen der Erwartungen nicht.

Das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist derzeit so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr: Washington wirft Moskau Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf vor, der Kreml dementiert. Die USA verhängten in der vergangenen Woche Sanktionen, Russland kündigte im Gegenzug eigene Strafmaßnahmen an.

Das Telefonat sei "konstruktiv" und "geschäftsmäßig" gewesen. Es habe darauf abgezielt, die aufgehäuften Probleme in den russisch-amerikanischen Beziehungen zu überwinden. Putin und Trump seien sich über einen weiteren Ausbau der internationalen Zusammenarbeit einig gewesen. In dem Gespräch sei es auch um die Lage in Syrien, der Ukraine und Nordkorea gegangen. Das Weiße Haus werde später eine eigene Mitteilung zu dem Inhalt des Telefonats veröffentlichen, hieß es.

als/Reuters/dpa/AP

insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
weltenglas 20.03.2018
1. Keine Partner
Viele Putin-nahe Russen haben gejubelt bei Trumps Wahlsieg. Viel spricht dafür, dass Putin sich einen Präsidenten Trump gewünscht hat. Doch der vermeintliche Partner hat mit seiner America First Weisung bisher wenig bis nichts für die Annäherung oder gar Versöhnung mit Russland getan. Umgekehrt kam aber auch aus Russland kaum Konstruktives. Beide Mächte Boxen eben ihre Interessen durch und nehmen dabei nur so viel Rücksicht aufeinander, dass es nicht zu einem wirklich ernsten Konflikt kommt. Noch. Also ist Europa gefragt: Es sollte die Beziehungen zu Russland auf einen besseren Weg bringen. Trump wird sicher nicht dabei helfen.
kumaras 20.03.2018
2. Frage
Wer ist denn mit Washington gemeint? Gehört da Trump nicht dazu? Ich bitte um Aufklärung....
klaus591 21.03.2018
3. Echte Freunde!
bringt ein kleiner Streit nicht gleich ausenander!
family1 21.03.2018
4. Mit Putin geht das...kein Problem !
Ich persoenlich fuehl mich wohl dabei ein Meeting between D. Trump und V. Putin. Kein Problem...die werden sich ueber kurz oder lang ...verstehen. Beim Meeting with Kim "Northkorea", da krieg ich Atemnot ! :D
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.