Trumps Rede zu neuer Sicherheitsstrategie "Frieden durch Macht"

Donald Trump hat seine neue Sicherheitsstrategie vorgestellt. Erstmals erklärte der US-Präsident auch ökonomische Sicherheit zum Teil der nationalen Sicherheit - und bezeichnete Russland und China als Rivalen.

Donald Trump
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Donald Trump hat verkündet, die Sicherheitsstrategie der USA umzukrempeln. Sein Land müsse an allen Fronten für seine Souveränität kämpfen, sagte er - insbesondere im "ständigen Konkurrenzkampf mit anderen Nationen". Der US-Präsident ging dabei auch auf die wirtschaftliche Sicherheit seines Landes ein. Es sei das erste Mal, dass dieser Faktor erfasst werde.

Seit seiner Präsidentschaft gebe es ein starkes Wirtschaftswachstum, sagte Trump. Es gebe weltweit eine "neue Ära der Konkurrenz" und Trump wolle seiner Wahlkampfkampagne von 2016 folgen und sich an sein Motto "America First" halten. "Amerika ist im Spiel, und Amerika wird gewinnen", sagte er. Auf der ganzen Welt gebe es intensive militärische, ökonomische und politische Auseinandersetzungen. Seine neue Strategie erkenne das an.

In seiner Rede bezeichnete er insbesondere Russland und China als "rivalisierende Mächte". Beide Staaten stellten den Einfluss der USA infrage, sagte er. Seine Regierung wolle jedoch mit beiden Ländern zusammenarbeiten, wenn dies im Sinne amerikanischer Interessen sei.

Trump griff auch ehemalige US-Präsidenten an, die dabei versagt hätten, sich um das Wohl des Landes zu kümmern. "Unsere Führer haben sich mehr damit befasst, Nationen im Ausland aufzubauen als unser eigenes Land."

Der Plan beinhalte vier wesentliche Punkte, sagte Trump: Das Vaterland zu beschützen, den amerikanischen Wohlstand voranzubringen, Frieden durch Macht zu erreichen und den amerikanischen Einfluss in einer kompetitiven Welt zu festigen.

Weiterhin würden die USA "chronische Verstöße gegen Handelsabkommen" nicht mehr hinnehmen. Als Herausforderungen für die USA nannte der Präsident unter anderem den Einsatz von Technologien und Propaganda durch China und Russland. Auch die Koreakrise müsse bewältigt werden: "Wir haben keine andere Wahl."

Der letzte Strategieplan stammte von Barack Obama, der 2015 den Klimawandel als "dringende und wachsende Gefahr für die nationale Sicherheit" bezeichnete. Trump entkräftete erwartungsgemäß Obamas Beschluss. Die USA wollten eine "Energie-dominante Nation" sein, sagte er.

kry/AP/Reuters



insgesamt 49 Beiträge
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Alexander91 18.12.2017
1. Pax Americana
Trump fordert eine Pax Americana nach dem Vorbild der Römer und nachher die Briten. Was daraus geworden wissen wir ja alle.
HurraEinFreierName 18.12.2017
2. Frieden durch Macht
Das hat noch nie dauerhaft funktioniert. Für den Mächtigen ist Frieden nur eine Option, und die Versuchung ist übergroß, durch militärische Konflikte noch mehr für Amerika herauszuholen. Ich hoffe, dass Deutschland Wege findet, den Vasallenstatus einer Pax Amerikana zu vermeiden. Die wohl realistischste Option ist die Stärkung der EU, auch militärisch. Mit der Perspektive, amerikanische Stützpunkte und insbesondere die amerikanischen Atomwaffen von deutschem Boden abzuziehen.
lokkol 18.12.2017
3. Trump wird in die Geschichte eingehen
Als meistgehasstester Präsident in der Geschichte.
RDetzer 18.12.2017
4. Es gibt
drei Probleme mit regierenden Personen, Parteien und Gruppen. Erstens, daß sie Regierung werden können. Zweitens, daß sie nicht mehr wegzukriegen sind. Drittens, daß sie eine Gefahr darstellen.
kalsu 18.12.2017
5. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt
"Seit seiner Präsidentschaft gebe es ein starkes Wirtschaftswachstum," - Lüge, das gab es schon vorher. "chronische Verstöße gegen Handelsabkommen" - Lüge, er stellt die bestehend in Frage. "neue Ära der Konkurrenz" - Blödsinn! Das ist schon immer so "den amerikanischen Wohlstand voran zu bringen" - Stimmt! Vor allem seinen eigenen und den seiner Kumpane "Unsere Führer haben sich mehr damit befasst, Nationen im Ausland aufzubauen, als unser eigenes Land." - Lüge. Der letzte Präsident, der das gemacht hat war Truman mit dem Marshalplan nach 1949 in Europa. Danach kam Korea, Cuba, Vietnam, Grenada, Golfkrieg I und II und Afghanistan. Verdient haben dabei fast ausschließlich US-Unternehmen. "Amerika ist im Spiel und Amerika wird gewinnen" - Lüge, Amerika hat bereits verloren. Und zwar an dem Tag als Trump zum Präsidenten gewählt wurde.
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